Boston Celtics v Cleveland Cavaliers - Game Four
Tyronn Lue steht mit den Cavaliers vor dem Einzug in die NBA Finals © Getty Images

Tyronn Lue sorgt vor Spiel 5 gegen die Celtics mit Aussagen für Aufsehen. Seiner Meinung nach ist Boston gefährlicher als der vermeintliche Final-Konkurrent.

Die NBA steuert mit großen Schritten auf ein erneutes Final-Duell zwischen den Cleveland Cavaliers und den Golden State Warriors zu.

Während die Warriors durch den 4:0-Sweep gegen die San Antonio Spurs den Titel in der Western Conference bereits sicher haben, fehlt den Cavs um Superstar LeBron James in der Serie gegen Rekordmeister Boston Celtics nur noch ein Erfolg, um das dritte Aufeinandertreffen mit Steph Curry und Co. in Folge in den Finals perfekt zu machen.

So weit will Cleveland-Coach Tyronn Lue nach eigenen Worten aber noch lange nicht denken und wartete mit einer bemerkenswerten Aussage auf, die zugleich als Stichelei in Richtung des vermutlichen Final-Konkurrenten zu werten ist (So steht es in den NBA-Playoffs).

Fokus allein auf Boston

"Wir sind einzig und allein auf Boston fokussiert. So wie sie spielen, sind sie meiner Meinung nach schwerer zu verteidigen als die Warriors", gab Lue vor Spiel fünf in Boston (Freitag 10.05 Uhr exklusiv auf SPORT1 US und im LIVESTREAM) zu Protokoll und blickte daraufhin weitgehend in fragende Journalisten-Gesichter.

Gerade nach dem Saisonaus für Celtics-Superstar Isaiah Thomas, der sich in Spiel zwei der Serie eine schwere Hüftverletzung zuzog, ist in den USA fast nur noch von der Neuauflage des Traum-Duells die Rede.

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Nach Lues Auffassung sei es vor allem die Unberechenbarkeit, welche die Celtics im Vergleich zu den Warriors mit dessen Super-Offensive um Curry, Kevin Durant und Klay Thompson gefährlich mache.

Warriors zu eindimensional?

"So wie sie die Zone attackieren… Golden State läuft immer nur Splits, während diese Jungs (Boston, Anm. der Red.) alle möglichen Sachen versuchen", so Lue. 

Celtics-Coach Brad Stevens ist bekannt dafür, während der Partie mehrfach die Offensiv-Systeme zu wechseln, um den Gegner so zu irritieren. "Brad sorgt für viel Bewegung, lässt sie in die Zone schneiden oder aber auch mit hohem Tempo spielen, jeder ist eine Gefahr", warnt der 40-Jährige.

Letztlich dürfte Lue mit seinen Aussagen aber lediglich darauf abzielen, die Spannung bei seinem Team hochzuhalten. Zu deutlich scheint der Qualitätsunterschied, solange die Cavs fokussiert spielen. Alles andere als ein erneuter Final-Einzug Clevelands käme einer Sensation gleich.

Ob Lue dann mit seinen Thesen gegen die Offensiv-Maschinen aus Oakland (118,3 Punkte pro Spiel in den Playoffs) Recht behält, wird sich zeigen.

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