Stephen Curry wurde gegen die Spurs geschont
Stephen Curry wurde gegen die Spurs geschont © Getty Images

Der eigentliche Kracher zwischen Golden State und San Antonio wird zur Farce. Warriors-Coach Kerr schont seine Stars, auch bei den Spurs fehlen die großen Namen.

San Antonio Spurs gegen Golden State Warriors. Diese Ansetzung in der NBA verspricht Spannung, Spektakel und jede Menge Top-Stars wie Stephen Curry, Klay Thompson oder Kawhi Leonard.

Doch was die Fans im AT&T Center und landesweit vor den Bildschirmen am Samstag Abend zu sehen bekamen, war das Duell einer No-Name-Truppe mit einer Ansammlung von Rollenspielern. Der Kracher wurde zur Farce, den die Spurs mit 107:85 (64:44) für sich entschieden (Ergebnisse und Spielplan).

Denn Warriors-Headcoach Steve Kerr verzichtete auf Curry, Thompson, Andre Iguodala und Draymond Green, um seinen Leistungsträgern eine Pause zu gönnen. Dazu fehlte Kevin Durant weiterhin verletzt. Und auf Seiten der Spurs fehlten unter anderem Tony Parker, Kawhi Leonard und LaMarcus Aldridge, bei dem Herzprobleme diagnostiziert wurden (Die NBA LIVE im TV auf SPORT1 US).

Van Gundy und Fans üben Kritik

"Ich habe euch vor dem Spiel gesagt, dass es mir für die Fans, die Steph, Klay oder Draymond sehen wollten, wirklich leid tut. Aber ich muss das tun, was ich zu tun habe", sagte Kerr: "Ich bin wirklich glücklich, dass diese Spieler einige Tage Pause bekommen vor unserem nächsten Spiel. Das war notwendig."

TV-Experte und Ex-Trainer Jeff van Gundy übte harsche Kritik. "Erneut wird den Fans gezeigt, dass sie nichts bedeuten", so Van Gundy bei ESPN: "Bezahlt uns im Vorhinein, wir nehmen euer Geld und geben euch das Produkt, das wir wollen."

Auch die Fans waren angefressen. "Es ist ziemlich enttäuschend, wenn du nicht jeden zu sehen bekommst", sagte Spurs-Fan Mary Lou Mahone.

Ein weiterer Anhänger, der vier Tickets für jeweils 1500 Dollar ergattert hatte, erklärte, wie sich die Situation nach und nach verschlimmerte: "Als sich Kevin Durant verletzte, sagte ich 'Alles gut, es wird trotzdem ein gutes Spiel'. Als Kawhi getroffen wurde, wusste ich, dass er nicht spielen wird. Und dann habe ich gestern das Video gesehen, in dem Steve Kerr sagt, dass er seine Starter nicht spielen lässt. Wir waren untröstlich, weil wir Curry nicht spielen sehen konnten.

Clark mit Karrierebestleistung

Die ersatzgeschwächten Spurs dominierten ihren Kontrahenten. Parker-Ersatz Patty Mills war mit 21 Punkten bester Werfer. Bei Golden State explodierte Aufbauspieler Ian Clark, der mit 36 Punkten eine neue Karrierebestleistung aufstellte.

Patrick McCaw konnte die Gelegenheit dagegen nicht nutzen. Der Guard verfehlte jeden seiner zwölf Wurfversuche.

Die Warriors stellten mehrere Saisonnegativmarken auf: Nur fünf Dreier, nur 85 Punkte und nur eine Wurfquote von 35,9 Prozent. In der Tabelle der Western Conference trennt beide Teams nur noch ein Sieg.

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