Dirk Nowitzki ist seit 2010 mit Jessica Olsson liiert
Dirk Nowitzki ist seit 2010 mit Jessica Olsson liiert © Getty Images

Dirk Nowitzki spricht in einem Interview ausführlich über seine Ehe und die damit verbundene Rassenthematik. Über die Hochzeitsfeier verrät er witzige Details.

Dirk Nowitzki gibt normalerweise wenig über sein Privatleben preis. Der deutsche Superstar kümmert sich ums Sportliche und redet (zurecht) wenig über Dinge abseits des Feldes.

Bei The Undefeated, der von ESPN 2016 ins Leben gerufenen Plattform für Sport und Kultur - die sich hauptsächlich Afro-Amerikanern widmet - äußerte sich Nowitzki nun allerdings ausführlich über seine Beziehung zu Ehefrau Jessica Olsson und der damit verbundenen Rassenthematik.

Öffentlich wurde diese Beziehung bei den ESPYs Awards 2011, als der damalige NBA-Champion Nowitzki ausgezeichnet wurde und seiner Freundin einen Kuss gab, die naturgemäß deutlich kleiner war als der 2,13-Meter-Riese – und schwarz. Einige NBA-Kollegen feierten diesen Fakt auf Twitter.

Nowitzki erklärt Olssons Vorzüge

"Was sie so besonders gemacht hat, dass ich mich verliebt habe?  Nun, sie muss attraktiv sein. Das ist natürlich ein Teil", sagte Nowitzki lachend: "Und wir haben uns auch auf Anhieb intellektuell verstanden. Sie mag Sport und Kunst. Wir lieben es beide, zu reisen und lieben Tennis. Wir lieben Kinder und die Familie."

Olsson, die als Managerin einer Galerie in Dallas arbeitet und die Schwester der beiden Fußballer Martin und Marcus Olsson ist, ist Tochter einer kenianischen Mutter und eines schwedischen Vaters.

Mit der Rassenthematik sei Nowitzki persönlich bisher nicht konfrontiert worden: "Jeder, der meine Frau getroffen hat, sagte, sie passt großartig zu mir." Hautfarben oder ähnliches waren für ihn nie von Bedeutung, in seiner Basketball-Karriere ist er immer wieder mit anderen Nationalitäten in Kontakt gekommen. 

Nowitzki: 2016 war nicht schön

Als er Olsson im Juli 2012 heiratete, kam er aber mit kenianischen Traditionen in Kontakt. Bei der Kikuyu-Hochzeit tanzte Nowitzki zu afrikanischer Musik, trug traditionelle Kleidung und war beim Schlachten einer Ziege dabei. Zudem musste er unter fünf kenianischen Frauen, die von Kopf bis Fuß bedeckt waren, seine Liebste auswählen. "Das war großartig. Das erste was ich tun musste, war meine Frau zu finden", so Nowitzki, der Olsson am Geruch erkannte.

Nowitzki schwärmt von der Zeremonie und spricht von einer "Erfahrung, die ich nie vergessen werde."

So ganz kann er das Rassenthema aber nicht abhaken. Denn inzwischen ist Nowitzki dreifacher Vater und weiß, dass das Leben vor allem für seine zwei Jungs als Schwarze in den USA herausfordernd sein kann.

"2016 war nicht schön", so Nowitzki über die vielen rassistischen Vorfälle. "Das ist für alle Eltern etwas beängstigend. Du versuchst, deine Kinder so zu erziehen, dass sie, wenn sie in so eine Situation kommen, die richtige Entscheidung treffen."

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