Die Cleveland Cavaliers entscheiden die spektakuläre Neuauflage der NBA-Finals gegen die Golden State Warriors für sich. Kyrie Irving gelingt der Gamewinner.

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Die Neuauflage der NBA-Finals an Weihnachten hat gehalten, was sie versprochen hatte: Die Cleveland Cavaliers haben den Golden State Warriors die angepeilte Revanche für die bittere Niederlage in der Endspielserie der vergangenen Saison in letzter Minute vermiest.

Dank des Gamewinners von Kyrie Irving 3,4 Sekunden vor Schluss entschied der Meister das Topspiel mit 109:108 für sich. (Spielplan und Tabellen der NBA)

Dabei hatte das Team um MVP Stephen Curry die Partie lange Zeit im Griff. Zwischen Mitte des ersten Viertels an lagen die Warriors stets in Führung.

James führt Wende herbei

Erst durch einen krachenden Dunk von Superstar LeBron James knapp zwei Minuten vor dem Ende hatten die Cavs die Nase vorne.

"Ich hatte einen kleinen Flashback", beschrieb James nach der Partie die Szene. "Kyrie sieht mich und ich dachte mir nur, falls er den Ball zu mir spielt: 'Ich muss den unbedingt reinmachen, weil ich es damals im Juni nicht hinbekommen habe'. Kyrie machte einen unglaublichen Pass und ich habe einfach nur versucht, mir der Situation bewusst zu werden. Ich glaube an Energie und dass der Ball die Energie finden wird. Deshalb konnte ich ihn letztlich auch reinmachen."

Die Führung wechselte in der dramatischen Schlussphase noch ein paar Mal, ehe Irving mit einem Dribbling, das unter den eigenem Korb begann, für die entscheidenden Punkte sorgte.

In der allerletzten Szene hatten die Gastgeber sogar noch Glück, als ein Foulspiel von Richard Jefferson an Kevin Durant nicht geahndet wurde.

Überragende Akteure des Spiels waren James und Durant. Der "King" drückte vor allem ab dem dritten Viertel aufs Gaspedal, traf insgesamt vier von acht Dreierversuchen und brachte es am Ende auf 31 Punkte und 13 Rebounds.

Durant stellt Curry in den Schatten

Matchwinner Irving glänzte ebenfalls mit 25 Zählern, zehn Assists und sieben Steals.

Auf der Gegenseite ragte Durant mit 36 Punkten und 15 Rebounds - allesamt in der Defensive - heraus. Klay Thompson kam auf 24 Punkte, darunter fünf Dreier.

Einzig Curry blieb mit 15 Zählern unter seinen gewohnten Statistiken, was seinen Head-Coach Steve Kerr nach der Pleite prompt zu einer kleinen Kritik verleiten ließ: "Ich glaube, er kann ein bisschen smarter sein und bessere Entscheidungen treffen. Ich habe keine Angst, dass er Würfe verfehlt. Ich sorge mich eher um die Entscheidungsfindung."

(Die NBA LIVE im TV auf SPORT1 US)

Beide Teams führen weiterhin in ihrer jeweiligen Conference. Mit nun 23 Siegen thronen die Cavaliers in der Eastern Conference ganz oben. Trotz der Niederlage behalten die Warriors ihre Spitzenposition im Westen.

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