Jimmy Butler von den Chicago Bulls
Butler wurde im Jahr 2011 an 30. Stelle von den Bulls gedraftet © Getty Images

Nach dem Abgang von Derrick Rose reift Jimmy Butler bei den Chicago Bulls zum Franchise Player. Vergleiche mit Michael Jordan sieht er dabei nicht so gerne.

von Daniel Wolf

18 Jahre sind eine verdammt lange Zeit. Genau so lange ist es jetzt her, dass mit Michael Jordan der wohl größte Basketballer aller Zeiten die Chicago Bulls zu ihrem bislang letzten Meistertitel führen konnte.  

Seitdem sehnen sich die Medien und Fans nach einem neuen Franchise Player, der das Team der Windy City, das in der Nacht gegen die Washington Wizards (2 Uhr LIVE im TV auf SPORT1 US) spielt, zu neuen Erfolgen führt.

Butler: "Will Erbe hinterlassen"

Nach dem Abgang von Derrick Rose zu den New York Knicks im Sommer ist Jimmy Butler neben Heimkehrer Dwyane Wade DER Hoffnungsträger, um einen Meistertitel endlich wieder nach Chicago zu bringen. Butler, Erstrundenpick der Bulls im Jahr 2011, will sich in "Chi-Town" als echter Franchise Player etablieren – und weiß, dass das nur mit dem Titel geht (Neues NBA-Magazin: Fastbreak - Dein NBA Week Pass).  

"Ich will mein eigenes Erbe hinterlassen", sagte Butler auf einer Telefonkonferenz, an der auch SPORT1 teilnahm: "Ich will dafür bekannt sein, Spiele gewonnen zu haben und nicht dafür, in derselben Organisation wie Michael Jordan, Scottie Pippen oder Dennis Rodman gespielt zu haben."

Er wolle eine Meisterschaft "hier gewinnen, in dieser Stadt" und seine eigene Geschichte schreiben. "Ich lebe nicht im Schatten von Michael Jordan", stellte der 27-Jährige klar.

Wade als Lehrmeister

Die Bulls (14 Siege, 13 Niederlagen), bei denen Paul Zipser aktuell seine ersten NBA-Schritte absolviert, sind vor ihrem Spiel gegen die Wizards von diesem Ziel in der aktuellen Saison zwar noch etwas entfernt, liegen mit Platz sieben aber derzeit immerhin auf einem Playoff-Platz (Die Tabellen der NBA).

Vor allem die Verpflichtung von Superstar Wade von den Miami Heat sieht Butler als wichtige Verstärkung. "Er ist wirklich großartig, einfach ein toller Mensch", so Butler. "Wenn man sieht, was er alles auf und abseits des Courts macht, gibt es keine Fragen, warum er der Spieler ist, der er aktuell ist."

Auch er selbst könne sich von dem 34-Jährigen, der in Chicago geboren wurde und wie Butler auf der Marquette University College-Basketball spielte, noch viel abschauen. "Dwyane weiß, wie man die Meisterschaft gewinnt, er hat es schon geschafft. Er und Rondo (Point Guard Rajon Rondo, d. Red.) lehren mich jeden einzelnen Tag wirklich viel."

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