München - Die Saison im College Football beginnt: Millionen Amerikaner zieht es vor die Fernseher. Und auch SPORT1 überträgt erstmals Spiele LIVE im deutschen Free-TV.

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Die neue Football-Saison bringt den deutschen Fans neben harten Tacklings, Hail Marys und Touchdowns einen weiteren Grund zur Freude. SPORT1 zeigt erstmals College Football LIVE im deutschen Free-TV.

Am 2. September beginnt die Saison endgültig, wenn Champion Clemson Tigers LIVE ab 17:30 Uhr auf SPORT1 die Kent State Golden Flashes empfängt.

In der Folge bleibt Samstag der neue regelmäßige Sendeplatz für College Football im Free-TV auf SPORT1. Moderator Sascha Bandermann und Kommentator Günter Zapf begleiten die regelmäßigen Live-Partien.

Gewohnt umfangreich wird die neue College-Football-Saison weiterhin auf SPORT1 US – mit bis zu 70 Livespielen mit Originalkommentar – sowie ab sofort noch intensiver auf den digitalen SPORT1-Plattformen begleitet.

SPORT1 erklärt, was beim College Football wichtig ist: 

- Worum geht es?

College Football gehört in den USA zu den beliebtesten Sportarten und rangiert sogar vor MLB oder NHL. Die großen Unis spielen regelmäßig vor 100.000 Zuschauern, die Coaches verdienen teilweise mehr als in der NFL.

Die höchste Spielklasse ist die Division 1 FBS (Football Bowl Subdivison). Dazu gehören 130 Teams, die um Conference-Titel, Bowl-Spiele und ultimativ um die Playoffs kämpfen. Dort wird der Meistertitel ausgespielt.

Aus der Division 1 rekrutieren sich auch Jahr für Jahr die über 200 Talente, die im NFL-Draft ausgewählt werden und von einer Profikarriere träumen dürfen. Um sich für den Draft anmelden zu dürfen, muss man mindestens drei Jahre am College gewesen sein.

- Wie funktionieren die Playoffs?

Eine Gruppe von 13 Personen ("Selection Committee") wird ab Mitte der Saison wöchentlich die besten 25 Teams auflisten - die Top Vier spielen am Ende in den Halbfinals. Eine Woche später steigt das große Endspiel. Dieses System bleibt zunächst bis 2026 bestehen.

Die 13 Mitglieder bleiben jeweils drei Jahre dabei. Ähnlich wie im College Basketball sind es hochrangige Mitarbeiter von großen Colleges, ehemalige Spieler oder Coaches - zum Beispiel Peyton Mannings Vater Archie -, Conference-Bosse, Journalisten oder Politiker. Condoleezza Rice gehörte zum ersten Committee.

Das Endspiel steigt am 8. Januar im brandneuen Mercedes-Benz-Stadium in Atlanta.

- Was zeigt SPORT1? 

02. September: LIVE ab 17.30 Uhr Clemson Tigers - Kent Stat Golden Flashes

09. September: LIVE ab 21.30 Uhr Alabama Crimson Tide – Fresno State Bulldogs

16. September: LIVE ab 17.30 Uhr Boston College Eagles – Notre Dame mit Equanimeous St. Brown

23. September: Zwei Spiele LIVE im Free-TV in Folge, Partien stehen noch nicht fest

- Welche Unterschiede gibt es zur NFL?

Am offensichtlichsten: Im College-Sport bekommen die Athleten kein Geld. Sie leben von einem "normalen" Stipendium - wie andere Studenten auch. Natürlich wird diese Regel recht häufig gebrochen, aber grundsätzlich ist das die Maßgabe der College-Sportvereinigung NCAA.

Die jeweilige Universität hält sämtliche Vermarktungsrechte an den Spielern. Entsprechend lukrativ ist das Merchandising-Geschäft für die großen Sport-Unis.

Zudem gibt es auf dem Feld auch einige Regelunterschiede zur NFL. Neben anderen Auslegungen bei Jubel oder Tacklings bestehen weitere entscheidende Unterschiede.

So wird am College nach jedem First Down die Uhr angehalten, Pass-Interference-Strafen werden immer mit 15 Yards bestraft - egal wo das Foul passiert. Die Extrapunkte werden am College von der 3-Yard-Linie ausgeführt - nicht von der 15 wie in der NFL.

Außerdem ist das Prozedere in der Verlängerung anders. Jedes Team bekommt einen Ballbesitz an der gegnerischen 25-Yard-Linie, ab der dritten Verlängerung muss nach Touchdowns auf Two-Point-Conversion gegangen werden - es gibt also keine Unentschieden.

- Wer sind die Favoriten?

Der Kreis der Titelfavoriten im College Football umfasst sechs Mannschaften. Neben Alabama, Florida State und Ohio State dürfen sich auch USC und Clemson Penn State Hoffnungen auf die Meisterschaft machen.

Im vergangenen Jahr triumphierte Clemson in einem Herzschlagfinale gegen Alabama. Auch in diesem Jahr dürften beide Teams bis zum Ende der Playoffs dabei sein.

- Wer sind die Stars?

Der größte College-Star ist Quarterback Lamar Jackson von den Louisville Cardinals. In der vergangenen Saison brillierte er mit spektakulären Läufen und Pässen. Logische Folge war die Heisman Trophy als bester Spieler der Saison.

Der zweite Spielmacher im Fokus ist Sam Darnold. Der Mann von den USC Trojans hat einen fantastischen Arm und ist durchaus mobil. Er gilt als fast sicherer Top-Pick im NFL-Draft 2018

Der gefürchtetste Verteidiger ist Quarterback-Jäger Arden Key aus der NFL-Schmiede von LSU. Er kann als End oder Outside Linebacker spielen und ist ein herausragendes Talent mit unglaublicher Explosivität – 2016 gelangen ihm in elf Spielen elf Sacks.

Das große deutsche Top-Talent Equanimeous St. Brown legte eine beeindruckende zweite Saison für Notre Dame hin. Nur um 39 Yards verpasste er die 1000er Schallmauer, dazu gelangen dem großgewachsenen und pfeilschnellen Receiver neun Touchdowns - darunter der spektakuläre Überschlag-Catch gegen Texas.

- Welche Deutschen spielen College Football?

Wide Reciever Equanimeous St. Brown sorgte bei Notre Dame schon für einiges an Aufsehen. Mit einer Größe von 1,95 Meter bei einem Gewicht von 85 Kilogramm bringt St. Brown zudem die perfekten Voraussetzungen für seine Position mit. Auch sein Bruder Osiris St. Brown, der aktuell noch angeschlagen ist, mischt mit Stanford im College Football mit. Am 25. November kommt es zum Bruderduell der beiden St. Browns.

Neu in den USA ist Gerrik Vollmer. Der Offensive Tackle ist Freshman bei den UVA Cavaliers in Charlottesville und möchte in seinem ersten Jahr für Furore sorgen. Der junge Deutsche ist aber nicht verwandt mit NFL-Profi Sebastian Vollmer.

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