Jürgen Klopp FC-LIVERPOOL
Jürgen Klopp will mit dem FC Liverpool die gegen die "Piranhas" der Liga ankämpfen. © Getty Images

Jürgen Klopp fehlt im Interview mit SPORT1 jegliches Verständnis für die aktuellen Beträge im Transfermarkt - und mahnt die UEFA indirekt zu mehr Konsequenz.

von Martin Quast , Marvin Tischler

Im exklusiven SPORT1-Interview zeigt Liverpools Trainer Jürgen Klopp Unverständnis für die aktuelle Situation auf dem Transfermarkt.

"Ich habe das bisher nicht abschließend verstanden, muss ich sagen. Die Zahlen haben auch mich geschockt", sagte Klopp zum 222-Millionen-Euro-Transfer des Brasilianers Neymar zu PSG.

Auch die Ausstiegsklauseln seien "astronomisch hoch. Da denkst du, die haben die halt reingeschrieben. Jetzt ist diese Schallmauer durchbrochen worden."

"Wenn es Regeln gibt, wäre es sinnvoll sie anzuwenden"

In Sachen Financial Fairplay hat Klopp eine klare Meinung. "Wenn es Regeln gibt, die das eindämmen, wäre es sinnvoll, wenn man sie anwendet. Vielleicht fangen Leute an jetzt darüber nachzudenken, ob das so alles Sinn macht", nimmt er die UEFA indirekt in die Pflicht. 

Dabei sind es zwei Vereine, die seiner Meinung nach besonders genau unter die Lupe genommen werden sollten: "Es gibt nicht viele Vereine, die das durchbrechen können. Im Grunde genau zwei. Diese beiden Vereine gehören Ländern, das ist ein Fakt." Dabei spielt er auf Manchester City und Paris Saint-Germain an, hinter denen ausländische Investoren stehen. 

Alle anderen Vereine könnten im Moment nicht mit dieser Kaufkraft mithalten. "Wenn Bayern München Deutschland gehören würde oder Liverpool England und auch unterstützt werden würde mit was auch immer, das würde die Substanz oder die Potenz nochmal erhöhen. Das darf man einfach nicht unterschätzen, das können nicht alle Vereine", sagte Klopp.

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