Eine Barca-Delegation in Dortmund, eine kolportierte Schmerzgrenze und seltsame Social-Media-Aktivitäten: Ousmane Dembeles Wechsel zu Barca nimmt Form an.

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Ein kleines Indiz hier, eine vielsagende Meldung dort: Der Wechsel von Top-Talent Ousmane Dembele von Borussia Dortmund zum FC Barcelona wird immer wahrscheinlicher.

Der 20-jährige Franzose und seine Berater sollen sich verschiedenen Medienberichten zufolge ohnehin bereits mit Barca einig sein, einzig die Freigabe durch den BVB stehe einem Wechsel noch im Weg.

Barca-Delegation in Dortmund

Am Dienstagnachmittag meldeten dann zunächst mehrere spanische Medien, eine dreiköpfige Delegation der Katalanen befinde sich auf dem Weg nach Dortmund, um dort mit den BVB-Verantwortlichen über die Rahmenbedingungen des Transfers zu verhandeln.

BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke wollte am Donnerstag dazu "keinen Kommentar" abgeben. 

Zuvor soll der Reisetrupp um Verhandlungsführer Raul Sanllehi übrigens beim ehemaligen BVB-Coach Jürgen Klopp in Liverpool geweilt haben, um dort die letzten Details für eine Verpflichtung von dessen Juwel Philippe Coutinho zu klären.

Geld für die beiden begehrten Offensivkünstler Dembele und Coutinho ist bei Barca nach dem 222-Millionen-Verkauf von Superstar Neymar an Paris Saint-Germain bekanntlich im Überfluss vorhanden.

Das Problem der Katalanen: Das weiß auch die Konkurrenz.

Schmerzgrenze bei über 100 Millionen

Und so berichten L'Equipe und der kicker übereinstimmend von einer Schmerzgrenze in Höhe von 120 Millionen Euro, die die Dortmunder Verantwortlichen um Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke für Dembele aufgerufen haben sollen.

Spanische Medien wollen sogar von einem Mindestbetrag in Höhe von 150 Millionen Euro wissen.

So oder so: Dembele wäre hinter Neymar auf einen Schlag der zweitteuerste Spieler der Fußballgeschichte - und der BVB hätte in einem Jahr mehr als 100 Millionen Euro Transfererlös mit dem Turbodribbler gemacht, der erst im vergangenen Sommer für rund 15 Millionen Euro von Stade Rennes gekommen war und in Dortmund aktuell noch einen Vertrag bis 2021 hat.

Seltsame Social-Media-Aktivitäten

Die Spekulationen, dass dieser schon in diesem Sommer Makulatur ist, nährte Dembele am Dienstag dann auch selbst: Findige User posteten Vorher-Nachher-Bilder von Twitter- und Instagram-Profil des französischen Nationalspielers, auf denen sämtliche Verweise auf den BVB - darunter auch das Vereinsmotto "Echte Liebe" - nicht mehr zu sehen waren.

Später am Abend kursierten dann auch noch Screenshots vom Instagram-Profil Alexander Isaks, auf denen der schwedische Stürmer scheinbar den Abschied Dembeles verriet.

"Viel Glück Bruder", war dort zu lesen, gefolgt von dem Hashtag #seeyousoon.

Zu finden war der Post auf Isaks Profil jedoch nicht mehr, der 17-Jährige selbst schrieb dafür in seiner Instagram-Story: "Nur um die Dinge klarzustellen. Entweder ist das Bild, das kursiert, ein Fake, oder mein Account wurde gehackt."

Aber ganz egal, ob Fake, Hack oder peinliches Versehen - dass Ousmane Dembele in der kommenden Saison Blaugrana statt Schwarzgelb trägt, wird immer wahrscheinlicher.

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