Champions-League-Teilnehmer RB Leipzig bestätigt den Transfer von Jean-Kevin Augustin nach Sachsen. Der Franzose unterschreibt für fünf Jahre.

Ein neues Sturm-Juwel, Wechselverbot für Emil Forsberg und Naby Keita sowie ein Andrang wie selten zuvor: RB Leipzig startete voller Tatendrang und Feuer in die Vorbereitung auf die neue Saison der Fußball-Bundesliga. 700 Fans feierten ihr Team und nahmen auch eine halbstündige Verspätung ohne Murren in Kauf.

Im Mittelpunkt zum Auftakt stand der erst 20 Jahre alte Franzose Jean-Kévin Augustin, den die Bullen als sechsten Neuzugang präsentierten. Der heiß umworbene U20-Nationalspieler kam vom Spitzenklub Paris St. Germain und erhielt einen Fünfjahresvertrag. Die Ablösesumme soll bei 13 Millionen Euro liegen.

"Ich habe in Paris nicht genügend Spielzeiten bekommen. Ich sehe gute Chancen, dass ich mich hier durchsetzen kann", sagte Augustin bei seiner Vorstellung zum Trainingsstart der Leipziger. 

"Ich bin sehr froh, dass er hier ist. Mit seiner Art passt er sehr gut in unser System. Die Konkurrenz ist da, aber ich traue ihm alles zu", sagte Leizigs Coach Ralph Hasenhüttl.

Ersatz für Selke

Der flexibel einsetzbare Stürmer soll Davie Selke ersetzen, der zu Hertha BSC wechselte.

Für Furore hatte der Franzose bei der U19-EM im Sommer 2016 gesorgt, als er mit seinem Heimatland den Titel gewann und bester Torschütze des Turniers wurde. Borussia Dortmund und Hertha hatten ebenfalls Interesse an einem Transfer bekundet.

Augustin stößt zu einem intakten Team, zumal Sportdirektor Ralf Rangnick allen Wechselgerüchten um Forsberg (zum AC Mailand) und Keita (FC Liverpool) eine Absage erteilte.

"Ich werde es ein letztes Mal wiederholen: Wir werden keinen Leistungsträger in diesem Jahr abgeben", sagte Rangnick. Kein RB-Spieler habe eine Ausstiegsklausel. "Es gibt keine Schmerzgrenze - auch nicht im dreistelligen Bereich", so Rangnick.

Hasenhüttl wollte sich mit Blick auf die neue Saison angesichts der Dreifachbelastung aus Liga, Pokal und Champions League keine Wunschplatzierung entlocken lassen. "Wir wollen auch im Dreitagesrhythmus den Powerfußball auf den Rasen bringen", sagte der Coach. Ob man am Ende so viel Punkte holt, wie im letzten Jahr, ließ der Österreicher offen: "Wir werden die Menschen wieder begeistern."

Spieler begeistert empfangen

Zuvor war RB mit 17 Spielern und gehöriger Verspätung ins Training gestartet. 35 Minuten später als vorgesehen begrüßte Hasenhüttl seine Spieler, allerdings fehlte noch Confed-Cup-Sieger Timo Werner. Von den Neuzugängen war nur Schlussmann Philipp Köhn mit von der Partie. RB startet Mitte August mit dem Auswärtsspiel auf Schalke in die neue Saison.

Überraschend viele Fans hatten sich am Trainingsgelände eingefunden. Rund 700 Anhänger sorgten für beste Stadionstimmung. Sie sangen "Wir wollen die Mannschaft sehen" oder "Europapokal, Leipzig international" und schwenkten Fahnen. "Wenn beim Trainingsstart kein Platz mehr auf der Tribüne frei ist, ist das grandios und das schönste Kompliment, das man uns machen kann", meinte Hasenhüttl.

Neben Keeper Köhn (19), der vom VfB Stuttgart in die Messestadt wechselte, hat sich RB für die kommende Saison die Dienste von Innenverteidiger Ibrahima Konaté (18/FC Sochaux-Montbéliard), Mittelfeldspieler Konrad Laimer (20/ RB Salzburg), Offensivspieler Bruma (22/Galatasaray Istanbul) und Torwart Yvon Mvogo (22/Young Boys Bern) gesichert. Augustin ist der sechste Neuzugang.

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