Nicht nur Neymar, Kylian Mbappe und Renato Sanches sind auf dem Transfermarkt umworben. SPORT1 checkt die fünf heißesten Gerüchte dieser Woche.

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Der Transfermarkt nimmt immer mehr Fahrt auf, einige Top-Stars sorgen für Wirbel. SPORT1 checkt die heißesten Gerüchte dieser Woche.

- Neymar zu Paris Saint-Germain

Ein Wechsel von Barcelonas Angreifer Neymar zu Paris Saint-Germain würde die Superlative auf dem Transfermarkt neu definieren. Der Transferrekord von 105 Millionen Euro würde mehr als verdoppelt werden, wenn der Scheich-Klub aus Paris die 222 Millionen Ablöse bezahlt.

Aus den anfänglichen Gerüchten sind ernsthafte Sorgen für den FC Barcelona geworden. Präsident Josep Maria Bartomeu bezweifelte zwar, dass Paris die gewaltige Summe stemmen kann, ohne das Financial Fairplay zu verletzen, doch Neymar pocht angeblich auf einen Weggang.

Bartomeus Aussagen aus einem Interview mit der New York Times deuten darauf hin, dass einer der Stars des Dreizacks aus Neymar, Suarez und Messi bald wegbrechen könnte. 

"Neymar ist einer unserer besten Spieler, deshalb wollen wir ihn nicht verlieren. Wenn Spieler entscheiden, dass sie gehen wollen, können sie das entscheiden. Aber wir in Barcelona wollen und brauchen ihn."

Zwar wies der Barca-Präsident auf die Vertragslaufzeit hin, doch Neymar forciert seinen Abschied. Ein Trainingsstreit in den USA kann als nächste Eskalationsstufe gesehen werden. Der Transfer ist in diesem Sommer realistischer denn je. Laut RMC könnte bereits am Montag Vollzug vermeldet werden.

- Coutinho zum FC Barcelona

Neymar wurde immer als einer der wichtigsten Gründe genannt, warum Philippe Coutinho vom FC Liverpool zum FC Barcelona wechseln könnte. Die beiden Kreativspieler kennen sich aus Brasiliens Nationalmannschaft - Neymar wollte seinen Selecao-Kumpel auch bei den Katalanen an seiner Seite.

Jetzt könnte ausgerechnet ein Neymar-Weggang den Weg für Coutinho nach Barcelona ebnen. Der FC Liverpool verlangt laut der englischen Zeitung Mirror 150 Millionen Euro Ablöse für den Mittelfeldspieler.

Ein Preis, der Barcelona abschrecken soll - doch mit 222 Millionen Einnahmen aus Neymars Transfer müsste sich eher der Klub von Trainer Jürgen Klopp fürchten. Der Coach der Reds wehrt noch jeden Zweifel über den Verbleib des 25-Jährigen ab.

"Jeder weiß, dass Phil Coutinho ein Schlüsselspieler für uns ist. Ich weiß, dass er sich mehr als wohlfühlt in Liverpool", sagte Klopp zuletzt. Doch Klopp würde sich sicher auch mit einem großen Teil der Neymar-Millionen ohne Coutinho wohlfühlen.

- Sanches weg vom FC Bayern

Die Wucht der EM hat Renato Sanches in München meist nur in Fehlpässe gelegt. Im dicht besetzten Bayern-Mittelfeld ist der 19-Jährige der Konkurrenz bisher nicht gewachsen. Eine Fortbildung in Form einer Leihe sehen die Bayern deswegen als ideale Lösung.

"Es sind mindestens zehn Klubs hinter Sanches her", zitiert die Gazetta dello Sport FCB-Boss Karl-Heinz Rummenigge. Der AC Milan gilt als heißester Abnehmer, Sanches kokettierte bereits mit einem Wechsel nach Italien.

Doch nun schaltet sich laut Mirror nach Manchester United auch der englische Meister FC Chelsea ein. "Conte wollte nach dem Spiel einiges über ihn wissen", bestätigte Rummenigge der Gazetta dello Sport, "weil er weiß, dass er im Zentrum die Entscheidung bringen kann."

Ob die Engländer allerdings gegen den AC Milan noch aufholen können? Im Chelsea-Mittelfeld ist die Konkurrenz mit N'Golo Kante, Tiemoue Bakayoko (Rückkehr nach Knie-OP) und Cesc Fabregas ähnlich vielfüßig und namhaft wie in München.

Dass Sanches seine Wucht bald in Mailand zeigt, ist wahrscheinlicher.

- Mbappe zu Real Madrid

Kaum ein kickender Teenager wird so umworben wie Kylian Mbappe von AS Monaco. Real Madrid hat sich in der Reihe der Verehrer ganz nach vorne geboxt - ein Angebot über 180 Millionen Euro liegt angeblich auf dem Tisch. Eine Einigung, von der spanische Medien berichteten, dementierte der französische Klub aber.

Dass die Königlichen deswegen aufgeben, ist so wahrscheinlich wie ein Wechsel von Sergio Ramos zum FC Barcelona. Das ist auch in Monaco bekannt - Trainer Leonardo Jarim hat deswegen angeblich schon einen Nachfolger für Mbappe im Blick.

Laut L'Equipe wäre Adama Diakhaby die erste Wahl der Monegassen. Der Mbappe-Transfer ist zwar noch nicht so heiß wie Neymars Weggang, erreicht aber bald eine ähnliche Temperatur.

- Bale zu Manchester United

Aufgrund der sich hartnäckig haltenden Spekulationen um Mbappe stellt sich die Frage: Wer macht in Reals Super-Offensive für den jungen Franzosen Platz?

Wie englische Medien berichten, könnte Gareth Bale dem Mega-Transfer zum Opfer fallen. Dazu passen auch die Worte von Zinedine Zidane nach der Testspiel-Pleite gegen Manchester City: "Hoffentlich geht niemand, aber bis zum 31. August kann alles passieren."

Manchester United mit Ex-Real-Coach Jose Mourinho soll erwägen, den Madrilenen eine Offerte für den Waliser zu unterbreiten.

Dem gut über Real informierten Sportblatt Marca zufolge denkt der Außenstürmer aber nicht an einen Wechsel. Sein Vertrag läuft ohnehin bis 2022, zumal er als großer Liebling von Klub-Boss Florentino Perez gilt.

Da auch Karim Benzema angeblich bleiben soll und Cristiano Ronaldo keine Wechselabsichten mehr hegt, läuft wohl alles auf einen harten Konkurrenzkampf hinaus, sollte Mbappe nach Madrid kommen.

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