München - Der Poker um Pierre-Emerick Aubameyang scheint beendet. Sportdirektor Michael Zorc bestätigt entsprechende Medienberichte.

von Johannes Fischer

Im Pokerspiel um Pierre-Emerick Aubameyang hat Borussia Dortmund ein Machtwort gesprochen.

Wochenlang waren finanzstarke Klubs wie Paris Saint-Germain oder Tianjin Quanjian mit am Verhandlungstisch - zumindest gerüchteweise. Am Ende war ein offizielles Angebot über die geforderte Mindestsumme von 70 Millionen Euro aber nicht eingegangen.

Die Folge: Aubameyang bleibt, das bestätigt nun Sportdirektor Michael Zorc. "Wir sehen das Transferfenster als geschlossen an, da ansonsten die Zeit zu knapp geworden wäre" sagte Zorc in Guangzhou nach dem 3:1-Testspielsieg des BVB gegen den AC Mailand.

"Froh, dass er in meiner Mannschaft ist"

Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke hatte Aubameyang zuletzt ein Ultimatum gesetzt. "Bislang liegt nichts auf dem Tisch. Wir warten noch ein paar Tage, aber wir werden nicht mehr lange warten", sagte Watzke der Welt am Sonntag.

Neu-Trainer Peter Bosz dürfte sich nach dem Ende der Frist die Hände gerieben haben. "Ich bin froh, dass er in meiner Mannschaft ist. Er ist ein außergewöhnlicher Spieler und ein fantastischer Typ, das hat er auch gegen Milan wieder gezeigt", sagte der Niederländer nach dem Erfolg über die Rossoneri, bei dem Aubameyang einen Doppelpack erzielte.

Bereits seit dem vergangenen Freitag, dem Ende des chinesischen Transferfensters, war klar, dass sich Aubameyang nicht ins Reich der Mitte aufmachen würde. Nun geht er auch nirgendwo anders hin.

Erstmal zumindest. Denn ob der Torschützenkönig der vergangenen Saison auch in der kommenden Spielzeit für den BVB auf Torejagd gehen wird, steht damit offiziell nicht fest.

Wird der BVB am Ende doch noch schwach?

Dies liegt daran, dass die Klubs der euopäischen Topligen bis zum 31. August Zeit haben, ihren Wunschspielern und deren aktuellen Vereinen einen Wechsel schmackhaft zu machen.
Dabei ist ausgerechnet der AC Mailand, Borussias Testgegner, immer noch scharf auf Aubameyang, was Geschäftsführer Marco Fassone unlängst bestätigte. Auch Liverpool und Chelsea, die weiter auf der Suche nach einem Topstürmer sind, dürfte die Dortmunder Ansage im Magen liegen.

Ob damit die Tür für einen Aubameyang-Wechsel in diesem Sommer unwiderruflich zu ist, bleibt jedoch abzuwarten. Der ohnehin heiß gelaufene Transfermarkt dürfte noch manche Überraschung parat haben.

Und wenn ein Klub am Ende eine dreistellige Millionensumme für den 27-Jährigen hinblättern sollte, könnte der börsennotierte BVB erneut ins Grübeln kommen. Zeitfaktor hin oder her.

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