Timo Boll und Ma Long scheitern schon der zweiten Runde
Timo Boll und Ma Long traten schon bei der WM 2015 im Doppel zusammen an © Getty Images

Timo Boll und Ma Long treffen in ihrem zweiten WM-Auftritt im Doppel wahrscheinlich schon im Achtelfinale auf ein chinesisches Spitzenduo. Damit droht dem Duo wie schon 2015 ein vorzeitiges Ende.

Deutschlands Tischtennis-Star Timo Boll hat für seinen zweiten WM-Auftritt im Doppel mit Chinas "Dominator" Ma Long wieder Lospech gehabt.

Bei planmäßigem Verlauf der Düsseldorfer Titelkämpfe würden der EM-Rekordchampion und der Olympiasieger schon im Achtelfinale auf das chinesische Spitzenduo mit Titelverteidiger Xu Xin und dem WM-Dritten Fan Zhendong treffen. Zum Auftakt spielen Boll/Ma am Dienstag (20.15 Uhr) gegen die Ungarn Tamas Lakatos/Krisztian Nagy.

"Ein Traumlos sieht anders aus", sagte der Weltranglistenachte. Hadern wollte der 36-Jährige mit dem Lospech aber nicht. "Wir sind eben nur an 17 gesetzt, weil wir keine gemeinsamen Ergebnisse haben, Die Setzungskriterien sind eben so. Für das Turnier insgesamt ist es dennoch schade, dass zwei so starke Doppel schon so früh aufeinandertreffen."

"Die Auslosung kann man sich nicht aussuchen. Ziel muss aber zunächst sein, das Achtelfinale überhaupt zu erreichen. Dann erwarte ich ein offenes Spiel", sagte Sportdirektor Richard Prause vom Deutschen Tischtennis-Bund (DTTB) zur Auslosung.

Boll und Ma im Favoritenkreis

Der zu den Favoriten zählenden Paarung Boll/Ma droht durch das "Hammerlos" wie schon bei ihrer WM-Premiere 2015 in Suzhou das vorzeitige Ende von Medaillen- oder gar Titelträumen.

Vor zwei Jahren traf das Duo, das wegen seiner fehlenden Doppelergebnisse trotz hoher Spielstärke in Düsseldorf nur an Nummer 17 gesetzt ist, schon in der zweiten Runde auf die Topchinesen und späteren Titelgewinner Xu und Zhang Jike.

Im Falle eines Erfolgs am Donnerstag gegen Xu/Fan könnten Boll/Ma im Halbfinale gegen das an Nummer zwei gesetzte Europameister-Duo Patrick Franziska/Jonathan Groth (Saarbücken/Dänemark) spielen. Franziska und sein Partner erhielten für die Auftaktrunde ebenso ein noch nicht feststehendes Qualifikanten-Paar zugelost wie Petrissa Solja im Doppel mit Sabine Winter und im Mixed mit dem chinesischen Einzel-Vizeweltmeister Fang Bo.

In den Einzel-Wettbewerben ist die Auslosung der 16 Eckpositionen für Sonntagnachmittag geplant.

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