TENNIS-GBR-WIMBLEDON
Venus Williams war Anfang Juni in einen tödlichen Autounfall verwickelt © Getty Images

Venus Williams ist vor Wimbledon in einen tödlichen Autounfall verwickelt. Die Opfer klagen. Neueste Enthüllungen der Polizei werfen ein neues Licht auf das Drama.

Venus Williams trägt womöglich doch nicht die Schuld an einem tödlichen Autounfall, bei dem vor einem Monat ein Mann ums Leben kam. Wie die Polizei in Palm Beach Gardens/Florida am Freitag (Ortszeit) mitteilte, habe die 37-Jährige anders als zunächst im Polizeibericht vermerkt vor dem Crash am 9. Juni keine Verkehrsregeln missachtet.

Überwachungsvideos zeigten demnach, wie Williams ordnungsgemäß bei grüner Ampel auf die Kreuzung fahre, um sie geradeaus in Richtung Norden zu überqueren. Da ein entgegenkommendes Fahrzeug vor ihr abbog, musste die US-Amerikanerin ihren Wagen auf den Kreuzung abbremsen. 

Als sie anschließend ihre Fahrt den Verkehrsregeln entsprechend fortsetzte, waren die Ampeln bereits umgesprungen. Zu diesem Zeitpunkt fuhr die 68-jährige Linda Barson mit ihrem Wagen in Richtung Westen los und kollidierte mit Williams' Auto. Ihr Ehemann Jerome (78) starb zwei Wochen später an schweren Kopfverletzungen, die er bei dem Unfall erlitten hatte.

Opfer klagen gegen Williams 

Die Familie des Opfers hat gegen Williams wegen fahrlässiger Tötung Klage eingereicht. Die Polizei teilte mit, dass die Ermittlungen andauern. Bislang wurde die fünfmalige Wimbledonsiegerin nicht gerichtlich vorgeladen.

Die ältere Schwester von Serena Williams war am Freitag in Wimbledon ins Achtelfinale eingezogen. Nach ihrem Auftaktsieg am Montag gegen die Belgierin Elise Mertens war sie von ihren Gefühlen übermannt worden, als sie auf den tödlichen Unfall angesprochen wurde und verließ unter Tränen die Pressekonferenz.

Weiterlesen