Supergoop! #ProtectYourPosse Event With Maria Sharapova
Maria Scharapowa feiert ihr Comeback in Stuttgart © Getty Images

Die Organisatoren der French Open wollen Maria Scharapowa wohl keine Wildcard ausstellen. Ihre Vergangenheit spielt eine Rolle. Eine endgültige Entscheidung steht aus.

Die russische Dopingsünderin Maria Scharapowa (29) stößt vor ihrer Rückkehr auf die ganz große Tennis-Bühne auf Gegenwehr.

Die Organisatoren der French Open (28. Mai bis 11. Juni) sind eher abgeneigt, der fünfmaligen Grand-Slam-Siegerin für das diesjährige Turnier eine Wildcard auszustellen.

"Integrität ist einer unserer wichtigsten Punkte. Wir können nicht einerseits unsere Investitionen im Anti-Doping-Kampf erhöhen und andererseits Frau Scharapowa einladen", sagte Bernard Giudicelli, soeben gewählter Präsident des französischen Verbandes FFT. Er betonte jedoch gleichzeitig, dass eine endgültige Entscheidung diesbezüglich noch nicht gefallen sei.

Scharapowa droht Qualifikation

Sollte die French-Open-Siegerin von 2012 und 2014 keine Wildcard erhalten, müsste sie vorab in der Qualifikation antreten, um am wichtigsten Sandplatzturnier der Welt teilzunehmen. Um es in die Qualifikation zu schaffen, müsste sie jedoch zuerst Weltranglistenpunkte sammeln. Ihr Comeback nach Ablauf ihrer Dopingsperre gibt "La Schara" beim WTA-Turnier Ende April in Stuttgart.

Für Stuttgart und die Turniere in Madrid (ab 8. Mai) und Rom (ab 15. Mai) hatte Scharapowa Wildcards erhalten. Nach Ablauf ihrer 15-monatigen Sperre wird sie somit bei drei erstklassig besetzten Sandplatzturnieren antreten, obwohl sie in der Weltrangliste nicht mehr geführt wird.

Sperre endet mit Start von Stuttgart

Scharapowa war am 26. Januar 2016 während der Australian Open in Melbourne positiv auf die seit Jahresbeginn verbotene Substanz Meldonium getestet worden. Dies hatte sie auf einer Pressekonferenz am 7. März öffentlich gemacht.

Rund drei Monate später war die frühere Weltranglistenerste vom Weltverband ITF rückwirkend für zwei Jahre gesperrt worden, woraufhin sie fristgerecht Einspruch beim Internationalen Sportgerichtshof CAS einlegte. Sie hatte argumentiert, nicht vom Verbot gewusst zu haben. Der CAS reduzierte die Sperre dann auf 15 Monate, die am Tag des Turnierbeginns in Stuttgart abläuft.

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