Mischa Zverev steht nach einem Sieg über Bernard Tomic in Runde zwei
Mischa Zverev steht nach einem Sieg über Bernard Tomic in Runde zwei © Getty Images

Mischa Zverev erreicht locker die zweite Runde in Wimbledon. Für zwei weitere Deutsche ist in Runde eins hingegen Endstation.

Mischa Zverev (29) hat erstmals seit acht Jahren wieder ein Match in Wimbledon gewonnen.

Der Tennisprofi aus Hamburg setzte sich in der ersten Runde gegen den Australier Bernard Tomic mit 6:4, 6:3, 6:4 durch und bekommt es nun mit Michail Kukuschkin (Kasachstan) zu tun. (SERVICE: Die Ergebnisse der Herren im Überblick)

Der ältere der beiden Zverev-Brüder ist im All England Club an Position 27 gesetzt. Gegen Tomic hatte er noch am vergangenen Donnerstag beim Vorbereitungsturnier in Eastbourne deutlich verloren, die erfolgreiche Revanche dauerte nur 1:24 Stunden. "Ich dachte, es wird komplizierter", sagte Zverev, "aber es hat sich schwieriger angefühlt, als es das Ergebnis ausdrückt."

Tomic verletzt sich

Tomic, Viertelfinalist von 2011, ließ sich im zweiten Satz behandeln und bewegte sich anschließend nur noch sparsam. Zverev hatte keine Mühe, das Match zu gewinnen, er musste nicht einmal eine Breakchance abwehren. "Es war ziemlich merkwürdig, weil er nicht bei 100 Prozent war, aber trotzdem mehr Winner als ich geschlagen hat", sagte Zverev.

Der Linkshänder ist nach Dustin Brown, Florian Mayer und Peter Gojowczyk bereits der vierte deutsche Spieler in der zweiten Runde von Wimbledon.

Zu hohe Hürden für Struff und Brands

Jan-Lennard Struff ist hingegen zum neunten Mal nacheinander in der ersten Runde eines Grand-Slam-Turniers ausgeschieden.

Der 27-Jährige aus Warstein unterlag in Wimbledon dem Vorjahresfinalisten Milos Raonic aus Kanada 6:7 (5:7), 2:6, 6:7 (4:7). Zum letzten Mal hatte Struff bei den US Open 2014 ein Major-Match gewonnen.

Ebenfalls nicht mehr dabei ist Qualifikant Daniel Brands (29). Der Weltranglisten-216. aus Deggendorf war gegen den an Position 15 gesetzten Franzosen Gael Monfils beim 3:6, 5:7, 4:6 über weite Teile des Matches chancenlos.

Maria folgt Witthöft

Bei den Damen ist Tatjana Maria (29) Carina Witthöft in die zweite Runde von Wimbledon gefolgt. (SERVICE: Die Ergebnisse der Damen im Überblick)

Die Weltranglisten-74. aus Bad Saulgau profitierte beim Stand von 6:3, 2:2 von der Aufgabe der 16 Jahre alten Russin Anastasia Potapowa. Die Juniorensiegerin des vergangenen Jahres war nach einem Stopp der erfahrenen Maria ausgerutscht und unglücklich aufs linke Knie gefallen.

Am Donnerstag trifft Maria auf Coco Vandeweghe (USA/Nr. 24), die sich gegen Mona Barthel 7:5, 6:2 durchsetzte.

Beck scheitert an Qualifikantin

Für Annika Beck (23) verläuft das Tennisjahr 2017 hingegen weiter enttäuschend.

Die Fed-Cup-Spielerin aus Bonn unterlag in der ersten Runde der Qualifikantin Polona Hercog aus Slowenien mit 2:6, 1:6 und kassierte damit beim dritten Grand-Slam-Turnier der Saison ihre dritte Auftaktpleite.

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