Day One: The Championships - Wimbledon 2017
Carina Witthöft hat das Achtelfinale in Wimbledon verpasst © Getty Images

Carina Witthöft scheitert in der dritten Runde von Wimbledon an einer Ukrainerin. Die Hamburgerin steigert sich im 2. Satz, doch dann flattern die Nerven.

Carina Witthöft bleibt die Tür zur zweiten Grand-Slam-Woche versperrt, jetzt muss es Angelique Kerber alleine richten.

Am Tag bevor sich die Branchenführerin aus Kiel in der dritten Runde von Wimbledon erneut auf die Suche nach ihrer fehlenden Form begibt, unterlag Witthöft der Weltranglistenfünften Jelena Switolina aus der Ukraine 1:6, 5:7.

"Ich hatte unheimlich Probleme, ins Match zu finden, aber die Chance war da", sagte Witthöft: "Ich war zuerst viel zu angespannt. Im zweiten Satz habe ich versucht, lockerer zu werden. Ich weiß, ich hätte mehr rausholen können."

Witthöft findet zu spät ins Match

Auch im fünften Anlauf verpasste die 22-Jährige den Sprung ins Achtelfinale bei einem der vier größten Tennisturniere der Welt.

Hatte sie bei den French Open in Paris noch im ersten Satz gegen die tschechische Top-Spielerin Karolina Pliskova mitgehalten, kämpfte sie sich gegen Switolina spät ins Match. Doch vergeblich.

Nach 71 Minuten war die Partie beendet, auch weil Witthöft ihre Chancen im zweiten Durchgang nicht nutzte. Zwar drehte sie auf, als sie beim Stand von 2:4 die Niederlage vor Augen hatte, verpasste bei eigenem Aufschlag jedoch den Satzausgleich.

Diesmal kein Comeback von Witthöft

In den ersten beiden Runden hatte Witthöft Rückstände jeweils noch gedreht, zum Auftakt lag sie im entscheidenden Durchgang sogar schon 0:5 zurück.

Switolina, mit vier Turniersiegen Aufsteigerin des Jahres, ließ Witthöft jedoch nur kurz an der Überraschung schnuppern. Dann besann sich die Defensivkünstlerin und zog das Tempo wieder an.

Im Achtelfinale am Montag kommt es zum Duell mit Jelena Ostapenko (Lettland/Nr. 13), die in Paris sensationell triumphiert hatte.

Kerber wirkt weiterhin angespannt

Kerber nutzte derweil ihren freien Tag nach ihrem Zittersieg in der zweiten Runde, um sich auf dem Trainingsplatz frisches Selbstvertrauen für ihr Match am Samstag gegen Shelby Rogers (USA) zu holen.

Die Vorjahresfinalistin wirkte wie so oft in diesem Jahr angespannt, auch die zwei Erfolge im All England Club haben bislang nicht für die erhoffte Befreiung gesorgt. 

Beinahe trotzig hatte Kerber (29) nach dem Sieg gegen die Belgierin Kirsten Flipkens ihr Mantra wiederholt: "Der Druck liegt bei allen anderen. Nicht bei mir."

Allerdings drückte ihre Körpersprache etwas ganz anderes aus. Kerber ließ die Schultern hängen, als laste die Bürde der Nummer eins schwer auf ihnen. "Ich habe zwar nicht mein bestes Tennis gezeigt, aber immerhin gut gekämpft", sagte Kerber.

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