2017 Australian Open - Day 7
Für Titelverteidigerin Angelique Kerber war bei den Australian Open im Achtelfinale Schluss. © Getty Images

Tennis-Legende Margaret Smith Court prophezeit Angelique Kerber trotz des frühen Ausscheidens bei den Australian Open eine gute Saison, kritisiert aber die zu passive Spielweise in Melbourne.

Tennis-Legende Margaret Smith Court (74) glaubt trotz des Achtelfinal-Ausscheidens von Angelique Kerber bei den Australian Open an eine gute Saison der Kielerin.

"Angie wird und muss aus diesem Rückschlag lernen. Es ist alles ein Prozess, mit dem Druck als Nummer eins und Major-Siegerin umzugehen. Aber sie hat das Zeug dazu, eine stabile Weltranglistenerste zu werden", sagte die 24-malige Major-Gewinnerin Court dem SID.

Geht es nach Court, dann muss Kerber auch ihre größte Konkurrentin Serena Williams (USA) nicht fürchten: "Angie ist in der Lage, ihr auf Augenhöhe zu begegnen und die Power von Serena zu kontern."

Kerber in Melbourne zu passiv

Court, die sich selbst als "Kerber-Bewunderin" bezeichnet, kritisierte allerdings die "zu passive" Spielweise der Titelverteidigerin in Melbourne. "Das war nicht diese aggressive Art, mit der Angie im vergangenen Jahr so einen großen Erfolg hatte und völlig zu Recht zur Nummer eins wurde", meinte Court, die wegen ihres herausragenden Netzspiels in den Sechziger und Siebziger Jahren "The Arm" genannt wurde.

Court glaubt, dass der frühe K.o. von Kerber vor allen Dingen mentale Gründe hatte. Sie empfiehlt der US-Open-Siegerin, weiter an sich zu arbeiten. "Sie muss hart trainieren, um sich Sicherheit zu holen. Dann kommt auch das Selbstvertrauen zurück", sagte Court.

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