Roger Federer und Rod Laver
Rod Laver (r.) überreichte Roger Federer in Melbourne die Trophäe © SPORT1-Grafik/Getty Images

München - Roger Federer räumt mit seinem Traum-Comeback bei den Australian Open die letzten Zweifel an seinem Status in der Tennis-Geschichte aus. Der SPORT1-Kommentar.

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Roger Federer hat es tatsächlich getan.

Der Sieg im epischen Finale der Australian Open gegen Rafael Nadal war der Höhepunkt eines Comebacks, wie es in der Sportgeschichte selten vorkommt. Alle, die noch eines Beweises bedurften, haben ihn mit Federers Triumph in Melbourne bekommen: Der Schweizer ist der größte Tennisspieler aller Zeiten.

Nicht nur, dass er mit jetzt 18 Grand-Slam-Titeln seinen Vorsprung auf den direkten Verfolger Nadal (14 Major-Titel) ausgebaut hat. Es ist die Art und Weise, wie Federer nach sechs Monaten Verletzungspause einen Topspieler nach dem anderen aus dem Weg räumte, die beeindruckte.

Der Schweizer ist der eleganteste, technisch kompletteste Spieler, den der Tennis-Sport je gesehen hat. Australiens Tennis-Legende Rod Laver, nach dem sie in Melbourne die Arena benannt haben, in der Federer triumphierte, überreichte dem Maestro sichtlich bewegt den Pokal.

Es wird schwer werden, jemanden zu finden, der ein schlechtes Wort über Federer verliert. Er ist nicht nur auf, sondern auch neben dem Court ein Vorbild. Gemeinsam mit Nadal und Novak Djokovic hat er eine goldene Ära des Tennis geprägt.

Kollege Juan Martin del Potro flehte via Twitter schon: "Hört niemals mit dem Tennis auf!" Doch Federer deutete bei seiner Dankesrede an, dass seine einzigartige Karriere sich dem Ende zuneigen könnte.

Für Tennis-Fans auf aller Welt heißt es also, wenn Federer noch mal in der Nähe aufschlägt: Nehmt eure Kinder mit und schaut ihm zu!

Einen wie ihn wird es so schnell nicht wieder geben.

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