Bei den Australian Open stehen sich Venus (links) und Serena Williams gegenüber
Bei den Australian Open stehen sich Venus (links) und Serena Williams gegenüber © Getty Images

Bei den Australian Open kann Serena Williams im Finale am Samstag Geschichte schreiben. Sie kann nicht nicht nur Angelique Kerber als Nummer eins ablösen.

Angelique Kerber wird sich das Damen-Finale bei den Australian Open am Samstag (ab 9.30 Uhr im LIVETICKER) sicher ganz genau anschauen.

Denn dann verliert die 25-Jährige nicht nur ihren Titel in Melbourne, auch ist ihr Status als Nummer eins in der Tennis-Welt stark gefährdet. Sollte Serena Williams das Duell gegen ihre Schwester Venus gewinnen, übernimmt die 35-Jährige wieder die Position eins in der Weltrangliste.

Kerber war bereits im Achtelfinale an Coco Vandeweghe gescheitert, die sich im Halbfinale Venus Williams geschlagen geben musste.

Finale reloaded

Erstmals seit knapp acht Jahren stehen sich die beiden US-Schwestern wieder in einem Grand-Slam-Finale gegenüber. Serena Williams spricht sogar von "DEM Moment" ihrer beider Karrieren.

"Ich hatte niemals die Hoffnung verloren, dass es wieder passieren kann", meinte Serena, die auch in Zukunft weitere Neuauflagen des Retro-Endspiels für möglich hält: "Sag' niemals nie. Vielleicht ist es ja der Anfang eines Neubeginns."

Serena hat die Nase vorn

Down under jedenfalls fiebern sie der 28. Auflage des Klassikers entgegen. 16 Mal hat bisher Serena gewonnen - unter anderem sieben der letzten acht Vergleiche. "Die Bühne ist bereitet für den Sister Act. Das Alte ist wieder aktuell", schrieb die australische Tageszeitung The Age.

Williams kann Steffi Graf ablösen

Wohlwissend um die pikante Note des Duells. Einzig Venus steht am Samstag in der Rod-Laver-Arena noch zwischen Serena und ihrem 23. Grand-Slam-Titel, mit dem sie Steffi Graf (22 Major-Coups) überflügeln und sich zur alleinigen Rekordsiegerin der Open Era krönen könnte.

Über den finalen Schritt zur Unsterblichkeit möchte die an Position zwei gesetzte Serena Williams wie gewohnt nicht sprechen. Ebensowenig wie über die Tatsache, dass sie mit ihrem siebten Australian-Open-Erfolg Angelique Kerber wieder von der Spitze der Weltrangliste verdrängen kann.

Allerdings spürt die siebenmalige Wimbledonsiegerin am anderen Ende der Erde eine besondere Genugtuung. "Ich bin wirklich stolz auf mich", betonte Serena Williams, "denn ich habe gefühlt, dass mich schon viele Leute abgeschrieben hatten." 

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