2017 Citi Open
Alexander Zverev brauchte für seinen Sieg im Halbfinale nur 63 Minuten © Getty Images

Alexander Zverev steht im Finale des ATP-Turniers in Washington. Für seinen Sieg im Halbfinale gegen Kei Nishikori braucht er nur etwas mehr als eine Stunde.

Deutschlands Spitzenspieler Alexander Zverev greift beim ATP-Turnier in Washington nach seinem vierten Titel in diesem Jahr.

Der Weltranglistenachte aus Hamburg bezwang im Halbfinale der mit 2,002 Millionen Dollar dotierten Hartplatzveranstaltung den früheren US-Open-Finalisten Kei Nishikori (Japan) mit 6:3, 6:4. Im Endspiel wartet auf Zverev der Südafrikaner Kevin Anderson, Nummer 45 im ATP-Ranking.

Der 20-jährige Zverev, der in Washington erstmals vom früheren Branchenprimus Juan Carlos Ferrero (Spanien) betreut wird, bot gegen den sieben Jahre älteren Nishikori eine überaus konzentrierte Leistung. Bei eigenem Aufschlag gab Zverev gegen die Nummer neun der Welt lediglich sieben Punkte ab.

Nach nur 63 Minuten verwandelte der Hamburger, der für die Vorbereitung auf die US Open (ab 28. August) auf einen Start beim Sandplatzturnier in seiner Heimatstadt verzichtet hatte, seinen ersten Matchball.

"Ich habe ein großartiges Match gezeigt", schwärmte Zverev (Nr. 5) - und seine Analyse ließ keine Wünsche offen: "Ich habe stark von der Grundlinie gespielt. Meine Returns waren echt gut, und ich konnte meine Aufschlagspiele relativ leicht durchbringen." 

Es war ein Zeichen der Stärke kurz vor Beginn der US Open (ab 28. August), bei denen er nicht nur wegen des verletzungsbedingten Fehlens von Novak Djokovic und Stan Wawrinka als Mitfavorit gilt. 

"Sascha" Zverev, dem etliche Experten den Gewinn von Grand-Slam-Titeln und die Besteigung des Tennis-Throns zutrauen, fügte seiner Sammlung in Washington ein weiteres Mosaiksteinchen hinzu. Zum ersten Mal erreichte der Hamburger, mittlerweile schon die Nummer acht der Welt, das Finale eines Hartplatzturniers unter freiem Himmel.

Zverev gewann in diesem Jahr bereits die Turniere in Montpellier, München und Rom.

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