Peter Doohan bezwang 1987 überraschend Boris Becker in Wimbledon © Getty Images

Mit seinem Wimbledon-Sieg gegen Boris Becker erlangte Peter Doohan Bekanntheit. Nun starb der an ALS erkrankte Australier mit 56 Jahren. Becker trauert.

Der frühere australische Tennisprofi Peter Doohan, bekannt geworden durch seinen Zweitrundensieg in Wimbledon 1987 gegen Boris Becker, ist im Alter von 56 Jahren gestorben. Doohan litt unter der Nervenerkrankung ALS, die erst wenige Wochen vor seinem Tod diagnostiziert worden war.

"Unsere Gedanken und Gebete sind bei seiner Familie und Freunden", schrieb der australische Tennisverband auf seiner Homepage.

Doohan war in seiner Karriere Weltranglisten-43. im Einzel und erreichte Platz 15 im Doppel. Seinen größten Erfolg feierte er vor 30 Jahren im All England Club, als er dem damals zweimaligen Champion Becker sensationell die erste Niederlage nach 15 Siegen auf dem "Heiligen Rasen" zufügte.

Das 7:6, 4:6, 6:2, 6:4 brachte Doohan in seiner Heimat den Spitznamen "Becker-Wrecker" (Becker-Bezwinger) ein. "RIP, Kumpel! Du warst der bessere Spieler", schrieb Becker am Samstagmorgen bei Twitter über ein gemeinsames Bild, aufgenommen nach dem Matchball in Wimbledon.

"Mein tief empfundenes Beileid an die Familie von Peter Doohan. Die Tennis-Familie verliert einen großartigen Typen und einen wunderbaren Spieler", fügte Becker hinzu.

Nach seiner Karriere als Tennisprofi arbeitete Doohan als Trainer in den USA, ehe er 2009 nach Australien zurückkehrte. Er hinterlässt die Söhne John (26) und Hunter (23), seine Schwestern Cathie und Margaret sowie seine Mutter Thelma.

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