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Alexander Zverev steht erstmals in einem ATP-Masters-Finale © Getty Images

Alexander Zverev bezwingt John Isner beim Turnier in Rom in drei Sätzen und zieht erstmals in seiner Karriere in ein ATP-Masters-Finale ein. Dort wartet ein Superstar.

Alexander Zverev hat nach einer beeindruckenden Vorstellung erstmals das Finale eines ATP-Masters erreicht. Der 20 Jahre alte Hamburger setzte sich in Rom gegen den US-Amerikaner John Isner mit 6:4, 6:7 (5:7) und 6:1 durch.

Im Endspiel steht er dem Weltranglistenzweiten Novak Djokovic aus Serbien gegenüber. Djokovic hatte am Samstag zunächst sein am Vortag abgebrochenes Spiel gegen Juan Martin del Potro aus Argentinien beenden müssen und triumphierte 6:1, 6:4. Im Halbfinale setzter er sich dann 6:1, 6:0 gegen Dominic Thiem durch. 

Zverev wird damit am Montag in der neuen Weltrangliste mindestens von Platz 17 auf 14 klettern. So hoch war er noch nie platziert. Bei einem Triumph würde er als Zehnter sogar erstmals in die Top-10 einziehen. "Ich schaue nicht auf Statistiken wie die, wer als jüngster Spieler ein Masters-Titel geholt hat. Ich versuche, Match für Match zu spielen und mich zu entwickeln", sagte Zverev.

Drittes Aufeinandertreffen

Zverev und Isner standen sich in Rom zum insgesamt dritten Mal gegenüber, auch die anderen beiden Aufeinandertreffen gab es bei einem Masters. 2016 in Shanghai siegte der junge Deutsche glatt in zwei Sätzen, in diesem Jahr in Miami ging es über drei Tiebreaks, mit dem besseren Ende für Zverev.

Gegen Isner gab Zverev im ersten Satz bei eigenem Aufschlag lediglich zwei Punkte ab und verwandelte den ersten Satzball. Nach einem Duell ohne Breaks ging es in Durchgang zwei in den Tiebreak, in dem Isner bei einer 5:0-Führung schon wie der sichere Sieger aussah.

Frühes Break

Doch Zverev kämpfte sich auf 5:6 heran, ehe der Amerikaner bei eigenem Aufschlag doch den ersten Satzball nutzte.

Im entscheidenden dritten Satz gelang Zverev das frühe Break zum 2:0, als er einen wuchtigen Rückhand-Return knapp an die Linie setzte. Zverev zeigte die Faust und pushte sich nach vorn.

Mit dem Aufwind im Rücken trieb er seinen Gegner in Grundlinienduellen über den Platz, strotzte auch weiter vor Selbstbewusstsein und Entschlossenheit.

Sieg nach drittem Matchball

Bei einer 3:1-Führung ließ er sich auch von drei Breakpunkten Isners nicht aus dem Konzept bringen, wehrte diese ab und machte schließlich das 4:1. Als er seinem Gegner anschließend zum zweiten Mal das Service abnahm, war die Partie entschieden.

Zverev verwandelte nach 1:57 Stunden seinen dritten Matchball.

Viertelfinale bestes Resultat

Alexander Zverev hatte in der Runde der letzten Acht den an Nummer fünf gesetzten Kanadier Milos Raonic 7:6,, 6:1 bezwungen. Sein bislang bestes Masters-Resultat war das Erreichen der Viertelfinals von Miami Ende März und Madrid in der vergangenen Woche.

Vor knapp zwei Wochen hatte er zudem das Sandplatzturnier in München gewonnen.

Altmeister Tommy Haas (Los Angeles), Florian Mayer (Bayreuth) und Jan-Lennard Struff (Warstein) waren allesamt in der zweiten Runde gescheitert, Zverevs älterer Bruder Mischa hatte bereits sein Erstrundenspiel verloren.

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