69th ANOC Executive Council Meeting - Day 2
Husain Al-Musallam ist Vizepräsident des internationalen Schwimm-Verbandes © Getty Images

Im angeblichen Korruptionsskandal im Schwimmsport meldet sich der Vizepräsident der FINA zu Wort. Husain Al-Musallam wehrt sich und sieht sich als Opfer.

Vizepräsident Husain Al-Musallam vom Schwimm-Weltverband FINA hat die Korruptionsvorwürfe zurückgewiesen und sich als Opfer einer Kampagne vor den Präsidentenwahlen am Rande der WM in Budapest dargestellt.

Er habe in seiner Funktion als Generaldirektor des Olympischen Rats Asiens (OCA) bei einem Sponsorendeal keine persönliche Kommission verlangt, der zehnprozentige Anteil sollte auch an den OCA gehen.

"Damit sollten komplizierte Unteraufträge an andere Firmen wie in der Vergangenheit ausgeschlossen werden", sagte der Kuwaiti dem Online-Dienst insidethegames.com.

Am Ende sei der Vertrag nicht zustande gekommen, betonte Al-Musallam. Gleichzeitig beschuldigte er den Iran, hinter den Vorwürfen zu stecken. Der 20-minütige Audio-Mitschnitt des Gespräches mit einer Geschäftspartnerin, der Spiegel Online und der Londoner Times vorliegt, sei von einem ehemaligen Mitarbeiter gestohlen und Mohsen Rezvani, dem Präsidenten des iranischen Schwimmverbandes, zugespielt worden. Der habe ihn daraufhin kontaktiert.

"Ich wusste seit mehr als vier Monaten, dass dieser Artikel am 19. Juli veröffentlicht würde", sagte Al-Musallam, "es ist Teil des FINA-Wahlkampfes."

Rezvani bewirbt sich beim FINA-Kongress am Samstag um ein Amt im erweiterten Vorstand. Al-Musallam will als Erster Vizepräsident wiedergewählt werden. Auf diesem Posten könnte er Nachfolger des Präsidenten Julio Maglione (Uruguay) werden.

Der 81-Jährige kandidiert erneut, könnte aber vor den nächsten Wahlen 2021 Platz für den Kuwaiti machen. Magliones Gegenkandidat Paolo Barelli gilt als chancenlos, er könnte aber gegen Al-Musallam antreten.

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