Deutsche Rugby-Nationalmannschaft
Die Deutsche Rugby-Nationalmannschaft trifft auf Russland © SPORT1-Grafik: Picture Alliance/Marc Tirl

Der Traum von der Rugby-WM bleibt für das deutsche Nationalteam weiter greifbar. SPORT1 erklärt den Weg über die Europe Championship bis zum Ziel Japan 2019.

Gegen Spanien musste die deutsche 15er Rugby-Nationalmannschaft einen bitteren Dämpfer hinnehmen, trotzdem ist in der WM-Qualifikation noch alles möglich. Mit acht Punkten auf dem Konto liegt Deutschland auf dem vierten Platz hinter Georgien, Rumänien und Spanien.

Als nächster Gegner wartet Russland auf das Team von Nationaltrainer Kobus Potgieter, ein Sieg zum Abschluss der Hinrunde würde die Ausgangslage weiter verbessern (SERVICE: Die Tabelle).

SPORT1 zeigt die Partie Russland - Deutschland am Sonntag, 19. März, ab 11.55 Uhr LIVE im TV auf SPORT1+, im STREAM und via Facebook LIVE

SPORT1 erklärt, wie es in der WM-Qualifikation weitergeht.

Das Turnier

Die Europe Championships sind ein Wettbewerb für europäische Nationalmannschaften der zweiten und dritten Klasse.

Die besten europäischen Mannschaften (England, Frankreich, Italien, Schottland, Wales und Irland) spielen in einem gesonderten Wettbewerb, dem Six Nations Cup, jährlich den inoffiziellen Europameister aus.

Bei beiden Wettbewerben wird außerdem zum ersten Mal in der Geschichte das neue Bonuspunktesystem angewandt.

Neues Quali-Format

Die WM-Qualifikation wird in diesem Jahr erstmals in einem neuen Format gespielt: 36 Nationalteams spielen gemäß ihrer Platzierung in der Weltrangliste jährlich ein Turnier aus.

Deutschland spielt mit Belgien, Georgien, Rumänien, Russland und Spanien in der Europe Championship - der höchsten europäischen Division, in die man aufsteigen kann.

Der Sieger der Europe Championship sichert sich das direkte Startrecht für die Weltmeisterschaft 2019 in Japan.

Der Zweite kann sich in Relegationsspielen, der so genannten Repechage, gegen den Sieger der zweithöchsten Division, der Europe Trophy, die Teilnahme an einer finalen interkontinentalen Qualifikationsrunde erspielen.

Georgien außer Konkurrenz

Da Georgien bereits als WM-Teilnehmer feststeht, rücken bei einem Sieg der Georgier in der Europe Championship die beiden dahinter platzierten Nationalteams nach.

Der Sieger der Europe Championship ist zugleich offizieller Europameister (der Amateure).

Der Tabellenletzte spielt in einer so genannten Barrage gegen den Sieger der Europe Trophy um den Verbleib in der Spielklasse.

Ausgangslage der Deutschen

Erster Gegner der deutschen Nationalmannschaft war Vize-Europameister Rumänien, gegen den ein überraschender Sieg gelang. Am zweiten Spieltag mussten sich die Deutschen gegen das hochfavorisierte Georgien deutlich geschlagen geben.

Beim zweiten Heimspiel gegen Belgien folgte aber bereits der zweite Sieg, wobei vor allem die Offensive der Deutschen überzeugte. Am vierten Spieltag gab es eine bittere Niederlage gegen die starken Spanier.

Die nächste Partie gegen Russland ist enorm wichtig, um im Rennen um die Qualifikation zur Weltmeisterschaft dabei zu bleiben.

Vor der WM 2015 in England war die Auswahl des Deutschen Rugby-Verbandes (DRV) noch denkbar knapp in den Playoffs an Russland gescheitert.

Der Spielplan

1. Spieltag, 11. Februar 2017: Deutschland - Rumänien 41:38
2. Spieltag, 19. Februar 2017: Georgien - Deutschland 50:6
3. Spieltag, 4. März 2017: Deutschland - Belgien 34:29
4. Spieltag, 11. März: Deutschland - Spanien 15:32
5. Spieltag, 19. März: Russland - Deutschland (ab 12 Uhr LIVE im TV auf SPORT1 und im LIVESTREAM und via FACEBOOK LIVE)

Mit dem Spiel in Russland endet für die deutsche Rugby-Nationalmannschaft zunächst die Hinrunde des WM-Qualifikations-Prozesses. In der Rückrunde, die voraussichtlich im April/Mai 2018 stattfindet, gilt es, die guten Ergebnisse der Hinrunde zu bestätigen.

Erst dann entscheidet sich, ob sich Deutschland für seine erste Rugby-WM qualifiziert. Den Rest des Jahres bereitet sich die Nationalmannschaft mit mehreren Länderspielen auf diese Rückrunde vor.

Die neue Bonuspunkteregelung

- 4 Punkte bei einem Sieg
- 2 Punkte bei einem Unentschieden für beide Teams
- 0 Punkte bei einer Niederlage (vor möglichen Bonuspunkten)
- 3 Bonuspunkte bei einem Grandslam (fünf Siege)
- 1 Bonuspunkt für vier oder mehr Versuche in einem Spiel - unabhängig vom Endstand
- 1 Bonuspunkt bei einer Niederlage mit nur sieben oder weniger Punkten Unterschied

Der deutsche Kader

Heidelberger RK: Sean Armstrong, Raynor Parkinson, Timo Vollenkemper, Kehoma Brenner, Jaco Otto, Jarrid Els, Steffen Liebig, Aounallah Harris, Dale Garner, Thore Schmidt, Pierre Mathurin, Sebastian Ferreira, Jörn Schröder
RG Heidelberg: Antony Joe Dickinson, Marvin Dieckmann
TV Pforzheim: Rob May, Carlos Soteras-Merz, Oliver Paine
SC Frankfurt 1880: Chris Howells
SC Neuenheim: Clemens von Grumbkow
VfR Döhren: Rafael Pyrasch
Brigdend Ravens: Jamie Murphy
La Rochelle: Erik Marks
Castres: Damien Tussac
Chambery: Julius Nostadt
Strasbourg: Mika Tyumenev, Tim Menzel
Albi: Samy Füchsel
Colomiers: Chris Hilsenbeck
False Bay:  Dasch Barber
Vereinslos: Marcel Coetzee

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