Mark Cavendish muss bei der Tour de France aufgeben. Die Verletzungen nach der Attacke von Peter Sagan auf der 4. Etappe verhindern eine Fortsetzung.

Für den britischen Sprintstar Mark Cavendish ist die Tour de France vorzeitig beendet.

Der 32-Jährige hat im Zielsprint der vierten Etappe in Vittel bei einem schweren Sturz einen Bruch des Schulterblattes erlitten. Das gab sein Team Dimension Data am Dienstagabend bekannt.

Der frühere Bahn-Weltmeister, Gewinner von 30 Tour-Etappen, demnach zur fünften Etappe am Mittwoch nicht mehr antreten.

Sagan drängt Cavendish in die Bande

Cavendish war im hektischen Zielsprint des 207,5 km langen Teilstücks von Mondorf-Les-Bains nach Vittel von Peter Sagan (Bora-hansgrohe) in die Bande gedrängt worden, der Weltmeister fuhr dabei den Ellbogen aus.

Cavendish hatte sich bereits unmittelbar danach pessimistisch zu einer Fortsetzung der Tour geäußert. "Ich bin kein Arzt, aber es fühlt sich nicht gut an. Ich bin nicht sehr optimistisch", sagte der 32-Jährige. Eine blutende Wunde am Finger müsse "definitiv" genäht werden, erklärte Cavendish.

Rüpel Sagan von Tour ausgeschlossen

"Ich komme gut mit Peter klar, aber ich bin kein Fan von Ellenbogen", kommentierte Cavendish erstaunlich gefasst die Aktion des Slowaken: "Ein Sturz ist ein Sturz, aber ich wüsste schon gerne, was das mit dem Ellenbogen sollte."

Sagan hatte sich nach der Zielankunft am Teambus Cavendishs entschuldigt. Der Slowake, der am Montag die dritte Etappe für sich entschieden hatte, wurde von der Jury nach seiner Attacke gegen Cavendish mit sofortiger Wirkung von der Tour ausgeschlossen. Im Sprint war er Zweiter hinter dem siegreichen Franzosen Arnaud Démare (FDJ) geworden.

Ex-Profi Rolf Aldag, Sportdirektor bei Dimension Data, hatte diese Konsequenz für Sagan gefordert. "Das war eine klare Tätlichkeit. Sagan muss ausgeschlossen werden. Wir haben das bei der Jury beantragt", sagte Aldag radsport-news.com.

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