Auf John Degenkolb ruhen die Hoffnungen des BDR bei der Straßen-WM in Norwegen
John Degenkolb will trotz zahlreicher Blessuren weiter an der Tour de France teilnehmen © Getty Images

Für John Degenkolb ist trotz seiner vielen Verletzungen eine Aufgabe bei der Tour keine Option. "Ich fahre, so lange es geht", sagt der Geraer kämpferisch.

John Degenkolb wird trotz zahlreicher Sturz-Verletzungen weiter an der 104. Tour de France teilnehmen. "Ein Ausstieg ist auf jeden Fall vom Tisch. Ich fahre, so lange es geht", sagte der 28-Jährige Geraer vom Team Trek-Segafredo.

Degenkolb war am vergangenen Dienstag im Finale der vierten Etappe in Vittel auf den Asphalt geknallt, nachdem die viel diskutierte Rangelei zwischen Weltmeister Peter Sagan (Slowakei) und Mark Cavendish eine Kettenreaktion ausgelöst hatte, in deren Folge auch der Thüringer zu Fall kam.

Degenkolb zog sich eine Schultereckgelenksverletzung und Schürfwunden am Rücken zu. "Es ist total unangenehm, wenn man dort ganz viele Pflaster drauf hat. Der Nacken ist total steif", sagte Degenkolb: "Ich kann keine komplizierten Armbewegungen machen, kein Schulterkreisen."

Sein Zeigefinger, der bei einem Trainingsunfall im Januar 2016 bleibende Schäden davontrug, blieb mit Ausnahme einer kleinen Wunde unverletzt.

Degenkolb hat sich schnell erholt

Nach einem "sehr schwierigen Mittwoch" fühlt sich Degenkolb trotz der diversen Blessuren inzwischen deutlich besser. "Direkt nach dem Sturz habe ich gedacht, dass es echt schwer wird, weiterzufahren", sagte der Wahl-Frankfurter, "ich bin froh, dass ich mich so schnell erholt habe."

Bereits am Donnerstag zeigte sich Degenkolb im Finale der sechsten Etappe in Troyes erstaunlich fit und sprintete auf den respektablen zehnten Platz, am Freitag hatte er eine weitere Chance.

Cavendish zog sich bei dem Crash einen Bruch des Schulterblattes zu und ist bereits von der Tour abgereist. Sagan, der für das deutsche Team Bora-hansgrohe fährt und nicht zu Fall kam, wurde von der Jury von der Frankreich-Rundfahrt ausgeschlossen.

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