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Kopf an Kopf: Rigoberto Uran (r.) sichert sich den Sieg vor Warren Barguil © Getty Images

Nach einer harten Etappe mit vielen Stürzen kommt Rigoberto Uran als erster ins Ziel. Zuvor scheidet Richie Porte nach einem Horror-Unfall von der Tour aus.

Der Kolumbianer Rigoberto Uran hat die Königsetappe der 104. Tour de France durch das Jura-Gebirge gewonnen.

Nach 181,5 km zwischen Nantua und Chambéry setzte sich der Fahrer vom Team Cannondale-Drapac im Fotofinish vor dem Franzosen Warren Barguil und Christopher Froome durch. Der britische Titelverteidiger Froome behauptete das Gelbe Trikot.

Das Rennen wurde von einem schweren Sturz des Australiers Richie Porte in der Abfahrt vom Mont du Chat überschattet. Der 32-Jährige wurde zu Untersuchungen ins Krankenhaus gebracht, wo Brüche des rechten Schlüsselbeins und der Hüftpfanne festgestellt wurden. 

Porte stürzt schwer

Auf dem äußerst schwierigen Abschnitt hatten die Radprofis sieben Bergwertungen mit insgesamt 4600 Höhenmetern zu überwinden. 

Porte (32) galt als größter Herausforderer des Titelverteidiger, der ehemalige Froome-Gefährte befand sich in der Form seines Lebens. Doch die heikle Abfahrt vom Mont du Chat zerstörte seine Träume.

Porte rutschte bei hoher Geschwindigkeit in einer Linkskurve vom Asphalt, überschlug sich und prallte gegen eine Felswand. Er wurde umgehend abtransportiert, war aber zumindest bei Bewusstsein. 

Buchmann als letzte Hoffnung

Als bester deutscher Fahrer erreichte Emanuel Buchmann das Ziel mit einem Rückstand von 7:13 Minuten. Das reichte zu Etappenplatz 24, in der Gesamtwertung ist der Ravensburger nun auf Rang 18.

Nach einem Sturz des Polen Rafal Majka trägt das deutsche Rundfahrt-Talent die Hoffnungen des Teams Bora-hansgrohe auf eine gute Platzierung im Klassement jetzt allein. "Ich bin nicht wirklich zufrieden, ich hatte den ganzen Tag zu kämpfen", sagte Buchmann, der das Missgeschick seine polnischen Kapitän bedauerte: "Der Sturz von Rafa war richtig scheiße."

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