Brian Cookson führte den Radsport-Weltverband UCI von 2013 bis 2017 an
Brian Cookson führte den Radsport-Weltverband UCI von 2013 bis 2017 an © Getty Images

Der Radsport-Weltverband hat einen neuen Präsidenten. Der bisherige Präsident Brian Cookson wird bei der Wahl böse abgestraft.

UCI-Präsident Brian Cookson ist bei der Wahl zum Vorsitzenden des Radsport-Weltverbandes entmachtet worden. Der Brite erlitt beim turnusmäßigen Kongress am Rande der Straßenrad-WM im norwegischen Bergen gegen seinen französischen Herausforderer David Lappartient eine krachende Niederlage und muss seinen Platz nach vierjähriger Amtszeit räumen.

Während auf Cookson lediglich acht Stimmen der 45 Wahldelegierten entfielen, erhielt Lappartient 37 Stimmen. "Es ist eine Ehre, ich bin sehr dankbar. Es ist eine große Verantwortung, ich werde mich dieser wert zeigen", sagte der 44 Jahre alte bisherige Vorsitzende der europäischen Radsport-Union UEC.

Nachfolfer von McQuaid

Cookson hatte die UCI-Präsidentschaft im Jahr 2013 vom skandalumtosten Iren Pat McQuaid übernommen. Der frühere Chef des britischen Verbandes hatte sich die Verbesserung des damals schwer ramponierten Images vorgenommen.

Zumindest in diesem Punkt durfte Cookson Erfolge vorweisen, sonst erntete er viel Kritik, auch von deutschen Radprofis wie Tony Martin. Er vernachlässige die wichtigen Sicherheitsbelange im Straßenradsport, war etwa ein Vorwurf.

Lappartient will Dopingkampf intensivieren

Auch in seiner Bewerbungsrede ging es Cookson eher um die Globalisierung des Radsports und fundamentale Breitensportaspekte als um das Aushängeschild des Verbandes. Eben das kritisierte Lappartient, der zudem die UCI-Bemühungen im Aufspüren des sogenannten Motordopings als unzureichend tadelte. Der frühere Chef des französischen Verbandes versprach, die Anstrengungen auf der Jagd nach Dopern weiter zu intensivieren, und sagte auch der Korruption den Kampf an. 

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