CYCLING-ESP-TOUR-VUELTA
Christopher Froome streift sich erneut das Trikot des Gesamtführenden über © Getty Images

Christopher Froome zeigt sich bei der Spanien-Rundfahrt weiter in blendender Verfassung. Sein Vorsprung beträgt bereits über eine Minute. Ein Kolumbianer gewinnt die 11. Etappe.

Tour-Sieger Christopher Froome vom Team Sky hat die Gesamtführung bei der 72. Vuelta a España weiter ausgebaut.

Das elfte Teilstück über 187,5 km von Lorca zur Sternwarte auf dem 2168 m hohen Calar Alto entschied allerdings der kolumbianische Radprofi Miguel Angel Lopez vom Team Astana für sich. Der 23-Jährige setzte sich am Schlussanstieg kurz vor Schluss aus der Gruppe der Favoriten ab und kam 14 Sekunden vor dem zweitplatzierten Froome und dem Italiener Vincenzo Nibali (Bahrain-Merida) ins Ziel.

Über eine Minute Vorsprung

Froome fuhr bei widrigen Wetterbedingungen im Roten Trikot des Gesamtführenden weiter Zeit auf seine Konkurrenten heraus und führt nun mit 1:19 Minuten Vorsprung vor Nibali. Der Kolumbianer Esteban Chaves verlor am Mittwoch 2:05 Minuten und ist mit 2:33 Minuten Rückstand nur noch Gesamtdritter.

Der Ire Nicolas Roche (BMC Racing) musste am Schlussanstieg nach Attacken des spanischen Altstars Alberto Contador und von Nibali (Bahrain-Merida) ca. elf Kilometer vor dem Ziel abreißen lassen, kam mit über vier Minuten Rückstand ins Ziel und verlor seinen dritten Platz. Roche liegt nun 4:17 Minuten hinter Froome zurück.

Erster Gesamtsieg naht

Der 32-jährige Froome peilt damit weiter seinen ersten Gesamtsieg bei der dritten und letzten großen Landesrundfahrt des Jahres an, die er bislang dreimal als Zweiter (2011, 2014, 2016) beendete.

Aus einer zu Beginn 14-köpfigen Ausreißergruppe hatten sich der Franzose Romain Bardet (AG2R) und Darwin Atapuma (Emirates) bis zum Schlussanstieg an der Spitze gehalten, wurden jedoch rund sieben Kilometer vor dem Ziel von der Favoritengruppe um Tagessieger Lopez eingeholt.

Am Donnerstag folgt eine Etappe mit zwei Bergwertungen von Motril über 160,1 km nach Antequera. Die Entscheidung um den Gesamtsieg wird wohl erst am vorletzten Tag der Rundfahrt am steilen Alto de Angliru in Asturien fallen.

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