Aussie Millions Poker Championships: Holdem Invitational
Phil Ivey gewann in seiner Karriere bisher zehn Bracelets bei der World Series of Poker © Getty Images

Poker-Spieler sind zumeist sehr clevere Kerlchen. So auch der zehnmalige Weltmeister Phil Ivey. Mittels eines Tricks kassiert er groß ab - und muss nun doch zurückzahlen.

Poker-Superstar Phil Ivey hat Ärger mit der Justiz.

Ein US-Bundesrichter hat den zehnfachen Weltmeister dazu verdonnert, mehr als 10,1 Millionen Dollar (rund 9,66 Mio Euro) an das Borgata Hotel Casino & Spa in Atlantic City zurückzuzahlen.

Der Grund: Ivey soll geschummelt haben und so das Casino um das horrende Preisgeld erleichtert haben. Der US-Amerikaner soll sich das Geld zusammen mit seiner Spiel-Partnerin Cheung Yin Sun beim "Baccarat", einem in Casinos beliebten Kartenspiel, erspielt haben - mittels dem sogenannten "Edge Sorting".

Hierbei prägt sich der Spieler die natürlichen Unregelmäßigkeiten auf der Rückseite von Karten, die durch das Zuschneiden in der Produktion entstehen können, ganz genau ein und kann so bestimmte Karten wiedererkennen. Dadurch soll sich Ivey Vorteile im Spiel verschafft haben.

Der "Tiger Woods of Poker" hat aber gute Chance, zumindest einen Teil des Geldes zu behalten. Denn: "Edge Sorting" ist nicht illegal. Es ist so etwas wie eine Grauzone.

Auch Richter Noel Hillman machte klar, dass Ivey keinen Betrug begangen habe. Das Geld soll der Poker-Star aber dennoch zurückzahlen, weil er durch seinen Trick einen Vertrag mit dem Casino verletzt haben soll.

Ed Jacobs, der Anwalt Iveys, hat bereits angekündigt, Berufung einzulegen: "Nach dieser Entscheidung ist es einem Spieler praktisch untersagt, seine Fähigkeiten und seine Intelligenz sowie die eigene Sehschärfe zu nutzen, um das Casino bei seinem eigenen Spiel zu schlagen."

Ivey gewann in seiner Karriere über 20 Millionen Dollar an Preisgeldern. Sein Privatvermögen wird auf über 100 Millionen Dollar geschätzt.

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