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IOC-Präsident Thomas Bach hätte Nordkorea gerne bei Olympia dabei © Getty Images

Trotz der politischen Spannungen will sich das IOC dafür einsetzen, dass die Sportler Nordkoreas an den Olympischen Winterspielen 2018 in Pyeongchang teilnehmen können.

Das Internationale Olympische Komitee (IOC) will sich weiter für die Teilnahme Nordkoreas an den Olympischen Winterspielen in Pyeongchang/Südkorea (9. bis 25. Februar) einsetzen.

Zuletzt hatten Raketentests und das Atomprogramm der nordkoreanischen Seite auf politischer Ebene für große Spannungen gesorgt.

"Für uns ist die Teilnahme wichtig. Wir kämpfen wirklich hart darum", sagte IOC-Sprecher Mark Adams am Rande der Exekutivsitzung des IOC in Lausanne. Sportlich haben sich noch keine nordkoreanischen Athleten für die Winterspiele qualifiziert, so dass man sich auch auf mögliche Sonderstartrechte einigen müsste.

In der vergangenen Woche hatte es ein Treffen zwischen Südkoreas Staatspräsident Moon Jae-In und IOC-Präsident Thomas Bach gegeben. Moon hatte betont, er hoffe, dass Pyeongchang Olympische Spiele des Friedens erlebe, "die die Wunden der Koreaner heilen können". Pyeongchang liegt nur 80 Kilometer von der Grenze zu Nordkorea entfernt.

Während die Organisatoren von Pyeongchang bislang weitgehend nur Lob für ihre Arbeit erhielten, sorgt der Hotelbau am Olympia-Schauplatz mittlerweile doch für Probleme. Christophe Dubi, Sportdirektor im IOC, räumte ein, dass es beim Bau von elf Hotels zu Verzögerungen gekommen sei.

"Eine erste Maßnahme ist eine sehr enge Überwachung der Situation. Es ist aber noch zu früh, in diesem Stadium einen Plan B zu haben", sagte Dubi.

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