Toyota unterzieht den Yaris WRC einem rigorosen Testprogramm
Toyota unterzieht den Yaris WRC einem rigorosen Testprogramm © xpbimages.com

Nach einem starken Saisonstart zeigten sich am Toyota Yaris WRC in Mexiko erste Probleme - Team reagiert mit Testmarathon - Jari-Matti Latvala bleibt gelassen

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Nachdem Jari-Matti Latvala mit einem zweiten Patz bei der Rallye Monte-Carlo und seinem Sieg bei der Rallye Schweden für ein Traum-Comeback von Toyota gesorgt hatte, wurden die Neueinsteiger in Mexiko wieder auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt. Nach zahlreichen Schwierigkeiten mit der Motorkühlung und den Bremsen wurde der Finne Sechster. Das brachte immerhin ein paar WM-Punkte, doch 4:40 Minuten Rückstand auf Sieger Kris Meeke wurden den rasch gestiegenen Ansprüchen nicht gerecht.

Toyota reagiert nun mit einem aggressiven Testprogramm: Vier Tage lang wird auf Korsika im Vorfeld der Rallye getestet, dazu fünf Tage vor Argentinien und ganz sechs Tage vor der Rallye Portugal. Der Toyota Yaris WRC wird dabei sowohl auf Asphalt als auch auf Schotter weiterentwickelt. "Diese Vielzahl von Test ist eine gute Sache für unser Programm", findet Latvala im Gespräch mit 'Autosport'. "Ich bin auch nicht wirklich besorgt. Auf Korsika kommen Asphalt-Bremsen zum Einsatz und bis Argentinien werden wir alles aussortiert haben. Da bin ich mir sicher."

Bezüglich des Motors glaubt der 31-Jährige nicht, dass sich die Ereignisse überhaupt wiederholen werden. "Man darf nicht vergessen, dass Mexiko wahrscheinlich wegen der großen Höhe die schwierigste Rallye von allen für das Kühlsystem ist", wirft er ein. "Da mache ich mir keine Gedanken. Das Team hat vergangenes Jahr in Finnland getestet und hatte dort überhaupt keine Probleme, weil die Luft kühler und dichter ist. Es ist kein Problem, ein Auto unter diesen Bedingungen standfest zu machen."

Latvala und Teamkollege Juho Hänninen kämpften bei der Rallye Mexiko wie viele Teams mit Motorüberhitzungen. Weil der Verdacht im Raum stand, dass das Aggregat Schaden genommen hat, nahm das Team Leistung raus - zusätzlich zum PS- Defizit, das wegen der dünnen Höhenluft in Mexiko ohnehin schon besteht.

Darüber hinaus liefen die Bremsbeläge heiß, weil nicht genug Kühlung zu Verfügung stand. "Wenn man sich andere Autos ansieht, stellt man größere Bremsbelüftungsschächte bei ihnen fest. Das ist einfach Erfahrung", zuckt Latvala mit den Schultern. In der Weltmeisterschaft liegt er noch immer auf Platz zwei hinter Sebastien Ogier.

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