Aufgrund der Startposition denkt Jari-Matti Latvala nicht an den Mexiko-Sieg
Aufgrund der Startposition denkt Jari-Matti Latvala nicht an den Mexiko-Sieg © xpbimages.com

Jari-Matti Latvala rechnet bei der Rallye Mexiko nicht mit einem Sieg. Seine Startposition ist ein Nachteil und die dünne Höhenluft ist für Toyota Neuland

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Das Toyota-Comeback in der Rallye-Weltmeisterschaft verlief bisher wie im Märchen. Platz zwei in Monte Carlo und Sieg in Schweden! Damit führt Jari-Matti Latvala die Weltmeisterschaft an, doch vor dem nächsten Lauf in Mexiko stapelt der Finne tief. Für die erste Schotter-Rallye der Saison ist seine Startposition alles andere als optimal. Latvala wird am Freitag als Erster fahren müssen und somit den "Straßenfeger" spielen.

In dieser Situation steckte meist Weltmeister Sebastien Ogier. Latvala muss lange zurückdenken, als er zum letzten Mal die Prüfungen eröffnen musste. "Das letzte Mal war in Mexiko vor drei Jahren, aber seither nicht mehr", meint der Finne im WRC-Podcast. Im vergangenen Jahr gewann er in Mexiko, aber die Voraussetzungen waren anders. "Im Vorjahr startete ich als Siebter. Und ich glaube, ich habe am ersten Tag 40 Sekunden auf Ogier herausgeholt. Deswegen glaube ich nicht, dass ich um den Sieg kämpfen werde."

Latvala weist die Favoritenrolle zurück und hat vor allem Leute wie Kris Meeke oder Thierry Neuville auf der Rechnung, die anhand der WM-Situation eine deutlich bessere Ausgangslage vorfinden werden. Deswegen setzt sich Latvala andere Ziele: "Wenn ich in den Top 5 ins Ziel komme, werde ich sehr zufrieden sein. Wenn man um die WM kämpfen will, dann muss man konstante Ergebnisse haben. Selbst wenn man nicht auf dem Podium steht, dann muss man ins Ziel kommen und WM-Punkte sammeln. Das ist sehr wichtig."

Überschlag beim Test in Spanien

Abgesehen von der Startposition sieht Latvala noch einen weiteren Aspekt, der es für Toyota schwer machen wird. "Mexiko ist eine besondere Rallye. Man fährt 2.000 Meter über Seehöhe. Die höchste Prüfung wird bei 2.700 Metern liegen. Dazu kommen die hohen Temperaturen von rund 30 Grad Celsius. Wir haben in Spanien getestet, aber wir konnten nicht so hoch fahren wie es in Mexiko der Fall war. Wir waren zwar auf 2.000 Metern, aber dort lag Schnee und wir konnten nicht weiter hinauf."

Im Vergleich zu den anderen Rallyes verlieren die Motoren in der Höhe Mexikos zwischen 15 und 20 Prozent Leistung. "Mit unserer Arbeit bin ich sehr zufrieden, aber es gibt einen Nachteil", betont Latvala. "Die anderen Teams waren in Mexiko und haben die Informationen aus den vergangenen Jahren. Toyota hat überhaupt keine Informationen. Man darf nicht außerhalb Europas testen." Die Toyota-Ingenieure führten zwar Simulationen durch, aber erst die Rallye wird die Auswirkungen auf den Motor zeigen.

Beim Vorbereitungstest in Spanien kam es außerdem zu einem Zwischenfall. Ende Februar fuhr Toyota im Hinterland von Almeria auf Schotter. Vor einer Haarnadelkurve verlor Latvala die Kontrolle über den Yaris und rutschte mit dem Heck in eine Böschung. Anschließend überschlug sich das Auto. Fahrer und Beifahrer blieben unverletzt. Die Schäden am Fahrzeug hielten sich in Grenzen. Nach einer Pause konnten die Testfahrten fortgesetzt werden.

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