Nach einem Jahr Pause ist Citroen wieder als Werksteam in der WRC
Nach einem Jahr Pause ist Citroen wieder als Werksteam in der WRC © xpbimages.com

Der Ausstieg von Volkswagen hat gezeigt wie schnell es gehen kann - Deshalb fordert die FIA von den Herstellern ein langfristiges Bekenntnis zur Rallye-WM

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Im internationalen Motorsport ist es gang und gäbe, dass Hersteller in eine Serie einsteigen und sie auch wieder verlassen. Citroen und Toyota kehrten in diesem Jahr mit Werksteams in die Rallye-Weltmeisterschaft zurück. Hyundai ist seit 2014 dabei und auch M-Sport stemmt ohne offizieller Unterstützung von Ford ein Programm. Mit Volkswagen wären aktuell fünf Marken in der WRC aktiv.

Ursprünglich hatten sich die Wolfsburger bis Ende 2019 verpflichtet, aber der Dieselskandal änderte diese Pläne. Neben dem LMP1-Projekt von Audi wurde auch das Rallye-Engagement beendet. Wären Citroen und Toyota nicht zurückgekehrt, dann würden nur Hyundai und M-Sport neue Autos einsetzen. Mit vier Marken steht die WRC dennoch auf guten Beinen. Um einen Exodus zu verhindern, fordert die FIA ein langfristiges Bekenntnis der Hersteller.

Da eben erst neue Autos gebaut wurden und Citroen sowie Toyota an die Erfolge vergangener Tage anknüpfen wollen, liegt ein Ausstieg derzeit nicht nahe. Aber wie man bei Volkswagen gesehen hat, können sich die Dinge rasch ändern. "Wir wissen, dass die neuen Hersteller nicht so dumm sind und ihr Investment nur auf ein Jahr ausgelegt haben", wird FIA Rallye-Direktor Jarmo Mahonen von 'Autosport' zitiert. "Sie sollten sich langfristig zur Meisterschaft bekennen, damit wir gemeinsam etwas aufbauen können."

Dabei geht es nicht nur in erster Linie um den Wettbewerb auf der Strecke, sondern auch um die Promotion des Sports. Volkswagen übernahm diesbezüglich eine große Rolle und versuchte, die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit auf die Rallye-WM zu lenken. Dazu gab es für die Fans auch diverse Aktivitäten im Service-Park, die es zuvor nicht gegeben hat. Mit engagierten Herstellern kann die WRC langfristig das Produkt stärken.

Die Rückkehr von Citroen und Toyota ist ein positives Signal. Deswegen sieht Mahonen die Serie auf einem guten Weg: "Es war nicht so wie 2008, als Subaru den Ausstieg damit erklärte, dass sie keinen Wert mehr in der Meisterschaft sehen", vergleicht er die Situation mit Volkswagen. "Volkswagen ist aus eigenen Gründen ausgestiegen." Der fertig entwickelte 2017er-Polo wird dennoch nicht in Händen von Privatteams zu sehen sein. Die FIA erteilte keine Ausnahmegenehmigung für eine spätere Homologation.

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