Citroen kümmerte sich intensiv um das schwierige Handling des C3
Citroen kümmerte sich intensiv um das schwierige Handling des C3 © xpbimages.com

Nach den Enttäuschungen herrscht bei Citroen Hochbetrieb: Bei einem ausgiebigen Test in Spanien wird am schwierigen Handling des C3 gearbeitet

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Citroen ist bislang die große Enttäuschung der Rallye-Weltmeisterschaft 2017. Trotz einem Jahr Vorbereitungszeit blieb das erfolgreiche französische Team hinter den Erwartungen zurück. Das Fahrverhalten des C3 war in Monte Carlo und Schweden schwierig. Dazu fehlte der Speed und auch die Zuverlässigkeit war nicht perfekt. Kris Meeke, der mit so großen Hoffnungen in die Saison gestartet war, konnte seinen Frust kaum verbergen. Da er lediglich zwei WM-Punkte auf dem Konto hat, beträgt sein Rückstand zur Spitze schon gewaltige 46 Zähler.

Die Citroen-Verantwortlichen nehmen die Schuld für die enttäuschenden Vorstellungen auf ihre Kappe. So meint Technikdirektor Laurent Fregosi: "Unsere Ergebnisse liegen hauptsächlich an der mangelnden Vorbereitung unsererseits auf das Rennen." Für die erste Schotter-Rallye in Mexiko am kommenden Wochenende sind die Voraussetzungen besser. Der C3 wurde im Vorjahr hauptsächlich auf Schotter getestet. Außerdem konzentrierten sich die Ingenieure intensiv auf die Probleme des Autos.

"Wir haben unsere Lektion in Schweden gelernt und bestimmte Schwierigkeiten korrigiert", betont Fregosi, dass in Versaille unermüdlich gearbeitet wird. "Ende vergangener Woche führten wir einen Test durch und die Fahrer waren mit dem Auto zufrieden. Wir müssen jetzt natürlich Ergebnisse erzielen." Teamchef Yves Matton ergänzt, dass beim Test in Spanien "bestimmte Dinge beim Setup hinterfragt wurden" und das geholfen hat, die Bereiche zu identifizieren, wo Citroen besser werden muss.

Test sorgt für Mexiko für Zuversicht

Meeke und Stephane Lefebvre konzentrierten sich bei den Probefahrten auf die Dämpfer-Abstimmung und das aktive Zentraldifferenzial, um das Fahrverhalten des C3 zu optimieren. Vor allem Meeke zählt in Mexiko zu den Sieganwärtern, da er am Freitag sehr weit hinten starten und die besten Bedingungen vorfinden wird. "Kris wird versuchen, vorne dabei zu sein", sagt Matton klar, was er von seinem Nummer-1-Fahrer erwartet. "Hoffentlich kann er seine Saison durchstarten."

Erst zum dritten Mal wird Meeke in Mexiko am Start stehen. Im Vorjahr verzichtete PH-Sport auf die weite Reise. Seine beiden Ergebnisse waren ernüchternd, Meeke schaffte es in Mexiko nie in die Top 10. "Ich kenne diese Rallye am wenigsten, aber mir gefallen die Strecken", blickt der Brite auf seine große Herausforderung. "Ich denke, dass wir uns beim Test in die richtige Richtung bewegt haben. Nun müssen wir das unter Rennbedingungen bestätigen."

Da die Motoren aufgrund der Höhenlage Mexikos Leistung verlieren, wird die Power vergleichbar mit den alten WRC-Boliden sein. "Man muss aufpassen, dass man nicht zu aggressiv fährt und Zeit verliert", meint Meeke aus Fahrersicht. Für die Ingenieure ist es dennoch eine Herausforderung. "Die geringere Leistung sorgt für weniger Reifenverschleiß", erklärt Fegosi. "Aber der geringe Sauerstoffgehalt der Luft beeinträchtigt auch die Kühlung und die Bremsen."

Im zweiten C3 wird Lefebvre sitzen, obwohl der Franzose seit Portugal im Vorjahr keine Schotter-Rallye bestritten hat. Außerdem stehen nun die Pläne für das dritte Auto fest. Citroen wird bei der Rallye Korsika zum ersten Mal drei neue Boliden einsetzen. Anschließend sind in Argentinien nur zwei Autos dabei, aber ab der Rallye Portugal werden ständig drei 2017er-Fahrzeuge im Einsatz sein. Dritter Fahrer ist Craig Breen.

© Motorsport-Total.com

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