Jose-Maria Lopez (l.) bekommt in Le Mans neue Teamkollegen bei Toyota
Jose-Maria Lopez (l.) bekommt in Le Mans neue Teamkollegen bei Toyota © xpbimages.com

Jose-Maria Lopez und Stephane Sarrazin tauschen für die 24 Stunden von Le Mans 2017 die Cockpits - Fahrerpaarung von 2016 wieder vereint

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Die unfreiwillige Verletzungspause von Jose-Maria Lopez hat Konsequenzen für die personelle Aufstellung von Toyota in Le Mans. Der dreimalige Tourenwagen-Weltmeister tauscht die Cockpits mit Stephane Sarrazin. Teamchef Rob Leupen bestätigt gegenüber 'Motorsport-Total.com': "Aufgrund seiner Verletzung hat er nur wenig Kilometer fahren können. Aus diesem Grunde fährt in Le Mans Stephane Sarrazin in Auto Nummer 7 und Jose-Maria Lopez in Auto Nummer 9"

Für die Rochade sprechen zahlreiche Gründe: Natürlich war Lopez' Saisonstart alles andere als optimal. Durch den Silverstone-Unfall fehlen ihm Rennkilometer, speziell im Verkehr. Dieser lässt sich auch durch Testfahrten nicht simulieren. Zusätzlich hat Sarrazin beim zweiten Saisonlauf der Langstrecken-Weltmeisterschaft (WEC) sehr überzeugt und war klar der schnellste Mann im Toyota #9. Und es gibt noch einen dritten Grund, den Leupen verrät: "Damit ist die Paarung von 2016 auf diesem Fahrzeug wieder vereint." Mike Conway und Kamui Kobayashi bestritten die ganze Saison 2016 mit dem französischen Tausendsassa.

Nach außen mag diese Umstellung wie eine Strafmaßnahme wirken, doch Toyota versichert, dass die Entscheidung ausschließlich auf die fehlenden Rennkilometer zurückzuführen sei. Gemeinsam mit Yuji Kunimoto wolle man Lopez nun im Fahrzeug #9 an das Fahren in einem LMP1-Auto Verkehr "heranführen".

Kunimoto bleibt an Bord

Indem er Nicolas Lapierre und Yuji Kunimoto als Teamkollegen nennt, stellt Leupen auch klar, dass es keine weiteren personellen Veränderungen geben wird. Yuji Kunimoto stand nach Spa in der Kritik, weil sein Tempo zu gering war. Doch Leupen erwartet, dass der Meister der Super Formula, der sich dort gegen Fahrer wie Andre Lotterer, Kazuki Nakajima oder Stoffel Vandoorne durchsetzte, in Le Mans deutlich stärker auftreten wird.

Die Fahrerrotation zwischen Lopez und Sarrazin bleibt auf die 24 Stunden von Le Mans 2017 beschränkt. Am Nürburgring soll auf jeden Fall wieder Lopez im Toyota #7 sitzen, selbst wenn Sarrazin in Le Mans überzeugen sollte. Dessen Vertrag gilt bekanntlich nur für die Rennen in Spa und Le Mans, wo der dritte Toyota TS050 Hybrid zum Einsatz kommt.

Pechito Lopez hatte nach seinem Unfall bei den 6 Stunden von Silverstone in Spa-Francorchamps aussetzen müssen, weil er von den Ärzten keine Freigabe bekam. Doch dem Argentinier geht es wieder gut. Er nahm am vergangenen Wochenende bei der Formel E in Monaco teil, wo er nach Startplatz acht nicht ins Ziel kam. Er wird bei einem Test in Spa-Francorchamps kommende wieder zurück ins LMP1-Cockpit klettern.

Die Rochade hatte sich angekündigt, als er am Samstag gegenüber 'Sportscar365' verkündete, dass er womöglich nicht im geplanten Auto sitzen würde: "Wir alle wollen, dass das Team gewinnt. Vielleicht werde ich in Le Mans nicht bei 100 Prozent sein, weil ich Spa und (Teile von) Silverstone verpasst habe. Es wäre für mich kein Problem, im anderen Fahrzeug zu sitzen, denn sie sind alle drei gleich."

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