Toyota wird bis mindestens Ende 2019 in der LMP1-Klasse angreifen
Toyota wird bis mindestens Ende 2019 in der LMP1-Klasse angreifen © Toyota

Toyota bestätigt seine Teilnahme an der Langstrecken-Weltmeisterschaft (WEC) bis mindestens 2019 - Porsche-Entscheidung fällt im Verlauf dieses Jahres

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Die Langstrecken-Weltmeisterschaft (WEC) wird nach dem Abschied von Audi zum Ende der vergangenen Saison nur noch mit zwei Werksteams in der LMP1-Klasse leben müssen. Bis Ende 2018 wird es ein Duell zwischen Porsche und Toyota geben. Die Japaner werden sogar mindestens noch ein Jahr länger in der Szene bleiben. Das bestätigte TMG-Boss Rob Leupen im Rahmen der Vorstellung des neuen TS050 vor dem WEC-Prolog in Monza.

"Wir haben die Zusage bis inklusive 2019", so der Niederländer. "Die Stabilität bei den Regeln hat uns auf dem Weg dorthin sicherlich geholfen." Aufgrund des hohen Kostendrucks in der LMP1-Klasse hatte man ursprünglich geplante Neuregelungen verschoben, um die Ausgaben der Werksteams nicht weiter ausufern zu lassen. Vor dem Hintergrund eines möglichen Peugeot-Einstiegs ist man zu Zugeständnissen bereit, allerdings nur in Grenzen.

"Bei jedem Reglementwechsel schaut man sich die Bedingungen genau an. Für Toyota ist es extrem wichtig, dass man einen Bezug zur Serie hat. Wenn man die Regeln 2020 komplett auf den Kopf stellt, dann ist es vielleicht nichts mehr für uns", sagt Leupen und mahnt damit zu Augenmaß bei der Entwicklung des Regelwerks in der LMP1-Klasse. Die WEC-Teilnahme wird von der Toyota Motor Company (TMC) genehmigt. Dort legt man vor allem auf die Darstellung von Hybridtechnologie großen wert.

Porsche-Vorstand soll 2017 über Zukunft entscheiden

Auch bei Porsche ist die Formulierung der künftigen Regeln der Schlüssel zu einer langfristigen Zukunft in der Le-Mans-Szene. "Wir haben einen gültigen Vorstandsbeschluss, der unsere Teilnahme bis Ende 2018 vorsieht. Wenn wir dann bald wissen, wie sich das Reglement in Richtung 2020 entwickeln wird, dann gehe ich in den Vorstand und lege dort eine neue Vorlage zum Beschluss vor", erklärt LMP1-Leiter Fritz Enzinger die aktuelle Situation beim Werksteam aus Weissach auf Nachfrage von 'Motorsport-Total.com'.

"Wir versuchen immer noch, etwas weiter von den Kosten herunterzukommen. Auch die Technische Arbeitsgruppe hat noch einige Dinge zu klären. Wenn das alles erledigt ist und wir den Fahrplan kennen, dann kann ich handeln", sagt der Österreicher, dessen Traum es ist, auf viele Jahre mit Porsche in Le Mans zu agieren. "Es muss aber auf jeden Fall aufgrund der Vorlaufzeiten auch in der Fahrzeugentwicklung auf jeden Fall noch im Verlauf dieses Jahres passieren. Da braucht man Planbarkeit."

"Wir wollen wissen, wie es 2020 und nachfolgend aussieht. Für 2019 kann man vielleicht mit Toyota ein Agreement finden, dass wir das Regelwerk einfach noch ein Jahr fortschreiben", sagt Enzinger. Die Signale aus dem Lager des japanischen Konkurrenten sind derzeit positiv. Auch Toyota kann sich offenbar eine weitere Fortschreibung des Regelwerks um ein Jahr vorstellen. Dann sagt auch Porsche für zwei weitere Jahre zu? "Aktuell gibt es keine Anzeichen, dass das Programm im Vorstand kritisch gesehen wird", schmunzelt Enzinger.

© Motorsport-Total.com

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