Loris Baz verhandelt nach der Aspar-Absage wieder mit Forward

Nach der überraschenden Absage von Aspar hofft Loris Baz auf seine Chance bei Forward, hat aber auch noch andere Optionen für die kommende Saison

Die Zukunft von Loris Baz ist nach wie vor offen. Der Vertrag bei Kawasaki läuft Ende der Saison aus. Ein Wechsel in die MotoGP ist seit Jahren der Traum von Baz. Da die Dorna interessiert ist, einen Franzosen im Feld zu haben, hat Baz gute Karten. Mit Aspar war sich der Franzose so gut wie einig. Doch vor einigen Wochen verkündete das Team überraschend, dass Baz zu groß ist. Diese Nachricht kam beim 21-Jährigen nicht gut an.

"Das ist unglaublich. Einen Vertrag zu vereinbaren und dann im Internet zu erfahren, dass ich nicht fahre, ist schwer zu begreifen. Das war ziemlich deprimierend. Doch so ist es nun einmal. Glücklicherweise konnten wir andere Lösungen finden", bemerkt Baz im Gespräch mit 'MotoGP.com'. Dennoch machte sich der talentierte Franzose zeitweise Sorgen um seine Zukunft.

"Ich bin 21 Jahre alt. Nur wenige Fahrer in meinem Alter sind so schnell. Ich hoffte, jemand erkennt, dass ich einen Platz verdiene, und mir eine Chance bietet", berichtet er. "Es war eine große Enttäuschung, weil der Rennsport meine Leidenschaft ist und ich meinen Job liebe. Es ist mein Traum, in der MotoGP zu fahren. Ich habe eine andere gute Option liegen lassen, um diese Chance wahrzunehmen. Ich dachte, es ist der richtige Zeitpunkt, um das Risiko einzugehen."

Als Aspar bekanntgab, dass Baz in der kommenden Saison nicht für das Team fährt, schaute sich der Superbike-Pilot nach den Alternativen um. Ein Wechsel zu Forward ist denkbar. Wird Baz 2015 Teamkollege von Stefan Bradl? "Wir haben von Beginn an mit ihnen gesprochen. Mit Aspar waren die Verhandlungen weiter als mit Forward. Doch wir haben die Gespräche neu aufgenommen und nach der Bekanntgabe intensiviert."

"Wenn ich in die MotoGP komme, ist es wichtig, ein gutes Motorrad zu haben, damit ich um die Spitzenplätze in der Open-Wertung kämpfen kann", ist sich Baz bewusst. "Nach wie vor gibt es viele Möglichkeiten - sowohl in der MotoGP als auch in der Superbike-WM. Doch ich werde Kawasaki nicht verlassen, um zu einem anderen Team in der Superbike-WM zu wechseln. Das wäre sehr enttäuschend." Sollte Baz in die MotoGP wechseln, wird Jonathan Rea vermutlich die ZX-10R des Franzosen übernehmen und mit Tom Sykes das Kawasaki-Werksteam bilden.