Juan Pablo Montoya absolvierte die erste Runde mit dem neuen Aero-Kit
Juan Pablo Montoya absolvierte die erste Runde mit dem neuen Aero-Kit © IndyCar

Juan Pablo Montoya und Oriol Servia führen in Indianapolis den ersten Shakedown mit dem neuen Aero-Kit durch - Straffer Testplan in den kommenden Wochen

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Die IndyCar-Szene blickt an diesen Tagen nach Indianapolis, wo das neue Aero-Paket der Öffentlichkeit präsentiert wurde. Am Dienstag fand das erste Rollout statt. Juan Pablo Montoya rollte um 09:10 Uhr Ortszeit mit seinem blauen Chevrolet aus der Box und drehte eine Installationsrunde. Eine Viertelstunde später war dann Oriol Servia an der Reihe. Der Spanier sitzt im rot-weiß-schwarzen Honda. Beide Autos sind mit dem neuen Aero-Kit ausgerüstet, das ab 2018 alle IndyCar-Fahrer verwenden.

Montoya und Servia arbeiten am ersten Testtag eine Checkliste ab, die von IndyCar vorgegeben ist. Die Offiziellen überwachen diesen Shakedown genau, um sicherzustellen, dass alle Komponenten funktionieren. "Es ist sehr aufregend, als Erster das neue Auto zu fahren", lacht Montoya, der in diesem Jahr bei den berühmten 500 Meilen Sechster wurde. Im nächsten Jahr will er wieder versuchen, seinen dritten Sieg zu holen: "Wenn alles klappt, habe ich hoffentlich im nächsten Jahr eine Chance, hier das Rennen zu fahren."

Zur Vorbereitung absolvierten Montoya und Servia am vergangenen Wochenende einige Zeit im Rennsimulator von Dallara. Das Hauptquartier der italienischen Rennwagenschmiede befindet sich in unmittelbarer Nähe des Indianapolis Speedways. Durch die veränderte Aerodynamik ist das Handling des neuen Boliden etwas anders. Mit Montoya und Servia führen zwei Routiniers den ersten Test durch. Servia startete im Mai zum neunten Mal das Indy 500, wurde aber nur als 21. gewertet.

"Ich bin sehr glücklich, dass sie uns gewählt haben", sagt Servia. "Es ist eine große Ehre. Hoffentlich können wir dazu beitragen, dass wir ein besseres Produkt haben, als es ohne uns der Fall gewesen wäre." In Indianapolis ist auch der Mittwoch als Testtag reserviert. Er wird aber nur genutzt, wenn man am Dienstag nicht die komplette Check-Liste abarbeitet. Einen Performance-Test wird es noch nicht geben.

In den kommenden Wochen sind weitere Testfahrten auf unterschiedlichen Strecken geplant. Nach Indianapolis geht es weiter nach Mid-Ohio, Iowa und Sebring, um das Auto auf den verschiedensten Strecken zu testen. Zwei unterschiedliche Ovale und zwei Straßenkurse sollen das Aero-Kit auf eine breite Basis stellen. Die beiden Autos bleiben bis zum Abschluss der Tests in Sebring in der Hand von IndyCar.

Anschließend bekommen die beiden Motorenhersteller Honda und Chevrolet je zwei Kits, mit denen sie maximal vier eigene Testfahrten bestreiten dürfen. Im November sollten dann die Teams ihre Kits bekommen, damit noch Zeit bleibt, um sich für die privaten Testfahrten im Januar 2018 vorzubereiten. In den kommenden Wochen dürfen ausschließlich Montoya und Servia im Cockpit Platz nehmen und das Limit des neuen Autos austesten.

© Motorsport-Total.com

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