Scott Dixon fuhr am Dienstag mit dem Ganassi-Honda Bestzeit
Scott Dixon fuhr am Dienstag mit dem Ganassi-Honda Bestzeit © IndyCar

Die Ganassi-Mannschaft ist beim letzten IndyCar-Wintertest in Sebring schneller als Penske - Das Duell Honda gegen Chevrolet wird enger

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Der letzte IndyCar-Wintertest vor dem Saisonauftakt in St. Petersburg am 12. März ging in dieser Woche in Sebring über die Bühne. Am meisten Fahrbetrieb herrschte am Dienstag, als 16 Autos auf der Strecke waren. Auch wenn Tests in Sebring schwierig zu interpretieren sind, zeigte vor allem ein Team eine starke Vorstellung. Ganassi belegte die ersten vier Plätze und untermauerte, dass man nach dem Wechsel von Chevrolet zu Honda auf einem guten Weg ist.

Scott Dixon machte am Dienstag das Tempo und stellte mit 51,13 Sekunden die Bestzeit auf. Damit war der Routinier um drei Zehntelsekunden schneller als Teamkollege Charlie Kimball. Dahinter folgten Max Chilton und Tony Kanaan. "Scott fuhr am Nachmittag niedrige 52 Sekunden und wir glauben, dass er damit um vier Zehntel schneller war als Will Power. Wir wissen aber nicht genau warum", gibt Mike Hull, der Managing-Direktor von Ganassi, bei 'RACER.com' zu Protokoll.

Die Penske-Boys Will Power, Champion Simon Pagenaud, Helio Castroneves und Neuzugang Josef Newgarden belegten hinter dem Ganassi-Quartett die Plätze fünf bis acht. Newgarden fühlte sich nicht wohl und kam auf weniger als 20 Runden. "Chevrolet spielt vielleicht, wer weiß", vermutet Hull. "In diesem Umfeld sind sie immer etwas konservativ. Also würde ich nicht zu viel hineinlesen. Man kann in Sebring ein großartiges Auto haben und ein schlechtes in St. Pete."

Technische Probleme gab es bei Dalye-Coyne-Racing, wo nur Ed Jones im Einsatz war, da Sebastien Bourdais schon im Februar einen Test hatte. Am Nachmittag suchten die Mechaniker im Honda einen elektrischen Defekt. Gleichauf war das Schmidt/Peterson-Honda-Duo. Michail Aljoschin kam in seiner schnellsten Runde an Teamkollege James Hinchcliffe heran. Sie belegten hinter dem AJ-Foyt-Duo Carlos Munoz und Conor Daly die Plätze elf und zwölf.

Am Mittwoch herrschte deutlich weniger Fahrbetrieb auf der Strecke. Vor allem Andretti Autosport arbeitete am zweiten Tag, um mehr Ruhe zu haben. Dazu fuhr Robert Wickens für Schmidt/Peterson. SMP ließ Sportwagenfahrer Pipo Derani und AutoGP-Meister Luis Michael Dorrbecker ans Steuer. Alexander Rossi fuhr mit 51,64 Sekunden Bestzeit, gefolgt von Marco Andretti (51,72), Ryan-Hunter Reay (51,79) und Takuma Sato (25,16).

Andretti Autosport entschied sich aus mehreren Gründen dafür, mehr oder weniger alleine zu testen. "Mit 16 Autos am Dienstag dachten wir, dass die Strecke ziemlich überfüllt sein wird", so Teammanager Rob Edwards. "Wir wollten Boxenstopps üben und freie Runden haben. Es war ein guter Tag, wir konnten alles erledigen." Außerdem erhielt so Honda die Möglichkeit, einen weiteren Tag auf der Strecke zu verbringen.

Testzeiten aus Sebring (Dienstag):01. Scott Dixon (Ganassi-Honda) - 51.13 Sekunden02. Charlie Kimball (Ganassi-Honda) +0.29 Sekunden03. Max Chilton (Ganassi-Honda) +0.4304. Tony Kanaan (Ganassi-Honda) +0.6205. Will Power (Penske-Chevrolet) +0.6206. Simon Pagenaud (Penske-Chevrolet) +0.6407. Helio Castroneves (Penske-Chevrolet) +0.6608. Josef Newgarden (Penske-Chevrolet) +0.8009. Carlos Munoz (Foyt-Chevrolet) +0.8410. Conor Daly (Foyt-Chevrolet) +0.8611. James Hinchcliffe (Schmidt-Honda) +0.8812. Michail Aljoschin (Schmidt-Honda) +0.9113. Spencer Pigot (Carpenter-Chevrolet) +0.9414. Graham Rahal (Rahal-Honda) +1.0015. JR Hildebrand (Carpenter-Chevrolet) +1.1516. Ed Jones (Dale-Coyne--Honda) +1,23

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