Nach dem Rennen in Malaysia kollidierten Sebastian Vettel und Lance Stroll
Nach dem Rennen in Malaysia kollidierten Sebastian Vettel und Lance Stroll © Getty Images

Nach dem Rennen in Malaysia kollidieren Sebastian Vettel und Lance Stroll auf der Ehrenrunde. Ein neues Onboard-Video aus dem Cockpit von Stroll belastet Vettel.

Nach dem Malaysia-Grand-Prix hagelte es für Sebastian Vettel und Lance Stroll Kritik. In der Ehrenrunde kollidierten beide Piloten in einer Kurve, als Vettel den Kanadier überholen wollte.

In Folge dessen stand der Hepppenheimer mit gebrochenem Hinterrad auf der Karosserie und zerstörtem Heck mitten auf der Strecke. Vettel fluchte in den Boxenfunk und schob Stroll die Schuld für den Crash zu. 

Neues Crash-Video aufgetaucht

"Lance hat vergessen nach vorne zu schauen und hat nix gesehen. Hinten ist es ein Totalschaden, das wird viel Arbeit für unsere Mechaniker. Wir wollten beide den Dreck für die Reifen aufsammeln aber er hat einfach nicht geschaut. Sowas von unnötig", schimpfte der 30-Jährige.

Der 18-Jährige Williams-Pilot wollte diesen Vorwurf nicht auf sich sitzen lassen: "Ich bin langsam zurück zur Boxengasse gefahren. Klar werden wir darüber reden, es war ein komischer Vorfall. Es war mit Sicherheit keine Absicht", so Stroll bei Sky.

Ein bei Sky Sports F1 neu aufgetauchtes Onboard-Video aus dem Cockpit des Kanadiers wirft nun ein völlig neues Licht auf die Kollision. Stroll lässt sich und sein Auto in einer Linkskurve nach außen, und damit in Richtung des Ferraris treiben, lenkt dabei aber konstant in die selbe Richtung. 

"Vettel zu 100 Prozent schuld"

"Sobald er Sebastian sieht, lenkt er sogar weg von ihm", erklärt 'Sky'-Experte Johnny Herbert in der Analyse. "Er versucht sogar, Vettel auszuweichen. Auf keinen Fall lenkt er in ihn rein. Und ich frage mich: Warum musste Vettel so nahe an Stroll ran fahren? Das war unnötig, denn er hatte genug Platz. Ich selbst bin in der Auslaufrunde immer ganz an der weißen Linie gefahren, um keine Probleme zu bekommen. Eines steht fest: Ich glaube nicht, dass man Stroll die Schuld an dem Vorfall geben kann. Das beweisen diese Bilder."

Und auch der frühere Rennfahrer Martin Brundle sieht die Schuldfrage geklärt: "Ich fürchte, man muss feststellen, dass diese Situation zu 100 Prozent auf die Kappe von Sebastian Vettel geht."

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