Carlos Sainz will nicht so schlank sein wie Radprofis
Carlos Sainz will nicht so schlank sein wie Radprofis © Getty Images

Durch das neue Sicherheitssystem Halo könnten die Formel-1-Piloten gezwungen sein, Gewicht zu verlieren. Es wäre nicht das erste Mal in den vergangenen Jahren.

In den vergangenen Jahren sind die Formel-1-Autos immer schwerer geworden.

Wogen die Boliden Mitte der 1990er Jahre noch 595 Kilogramm, sind es in dieser Saison schon 728 Kilogramm. Durch den Einsatz des etwa zehn Kilogramm schweren neuen Cockpitschutzes Halo werden sie ab 2018 noch schwerer.

Für Lewis Hamilton ist das ein großes Ärgernis. "Man kann Halo nicht ignorieren, wenn es die Sicherheit um 17 Prozent verbessert. Es sieht aber definitiv nicht gut aus und mich als Fahrer stört auch das zusätzliche Gewicht", wird der dreimalige Weltmeister vom Motorsport-Total.com zitiert.

Das größere Problem für die Fahrer ist allerdings, dass der Weltverband FIA das Minimalgewicht nicht um das Gewicht von Halo, sondern nur um fünf Kilogramm anheben wird.

Die verbleibenden fünf Kilogramm müssen die Teams an anderer Stelle einsparen. Viele Piloten fürchten, dass sie es treffen wird. Denn seit 1995 ist ihr Gewicht Teil des von der FIA festgelegten Limits.

Sainz will nicht wie Radfahrer aussehen

Toro-Rosso Pilot Carlos Sainz hat dafür kein Verständnis mehr. "Wir verdienen es nicht, wegen dieser Autos so schlank wie Radfahrer sein zu müssen", sagte der Spanier.

Vor Beginn dieser Saison hatte der Mexikaner Sergio Perez schon einmal einer strengen Diät unterzogen und zum Wohl des Teams zwei Kilogramm innerhalb von nur zwei Wochen abgenommen.

"Ich habe ständig sehr viel Hunger. Aber je mehr Gewicht ich verliere, desto besser für uns", sagte der Force-India-Pilot damals.

Mit der Neuerung durch Halo werden er und seine Kollegen vor der nächsten Saison wohl wieder dieses Problem haben.

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