F1 Grand Prix of Austria - Qualifying
Gerhard Berger bestritt 210 Rennen in der Formel 1 © Getty Images

Gerhard Berger findet Aktionen wie die zwischen Sebastian Vettel und Lewis Hamilton wichtig für die Formel 1 . Der ehemalige Rennfahrer spricht Ferrari zudem ein Lob aus.

Rennlegende Gerhard Berger hat sich zum Vorfall zwischen Sebastian Vettel und Lewis Hamilton beim Großen Preis von Baku geäußert.

Im Interview mit der Bild schob der 57-Jährige keinem der beiden die Schuld in die Schuhe: "Beide haben bei dieser Aktion auf allen Tasten des Klaviers gespielt. Das ist in Ordnung so. Und es ist wichtig für unseren Sport, dass es solche Aktionen und solche Themen gibt."

"Schubser an der Tagesordnung"

"Ich finde es gut, dass Vettel seine Emotionen zeigt und ich finde es richtig, dass die Aktion bestraft wurde. Aber sie ist meiner Meinung nach ausreichend", beurteilte der ehemalige Formel-1-Pilot den Ausraster von Vettel.

Zu seinen Zeiten seien diese "Schubser an der Tagesordnung" gewesen: "Da hat keiner drüber geredet, aber da war halt meistens auch keine Kamera drauf. Das ganze ist doch bei langsamen Tempo passiert und ich hoffe, dass es die FIA genauso sieht."

Vettel droht Sperre

Der Automobil-Weltverband FIA wird am heutigen Montag über den Fall beraten und über eine potentielle Rennsperre entscheiden.

Im Chaosrennen von Baku am vorletzten Wochenende waren dem viermaligen Weltmeister aus Heppenheim die Sicherungen durchgebrannt. Mit einem Rammstoß gegen seinen großen Rivalen Hamilton während einer Safety-Car-Phase hatte der Ferrari-Pilot den WM-Kampf in der Formel 1 eskalieren lassen.

Ferrari hat "Hausaufgaben gemacht"

Dass Ferrari in dieser Saison dem jahrelangen Dominator Mercedes derart die Stirn bieten kann, überrascht Berger.

"Ich hätte bei einer solchen Wette mein ganzes Geld verloren. Hut ab vor Ferrari. Sie scheinen ihre Hausaufgaben ordentlich gemacht zu haben."

Weiterlesen