F1 Grand Prix of Italy - Practice
Max Verstappen testete 2016 den Cockpitschutz Halo © Getty Images

Die Einführung des neuen Cockpitschutzes Halo sorgt bei einigen Formel-1-Teams für Ärger. Dass angeblich nur Ferrari dafür war, erhöht die Brisanz der Debatte.

Führungspersönlichkeiten von Mercedes und Red Bull haben mit heftiger Kritik auf die Einführung des Cockpitschutzes Halo in der Formel 1 reagiert.

Niki Lauda spricht von einer klaren Fehlentscheidung. "Es ist grundfalsch, diesen Cockpit-Schutz einzuführen. Er ist ja noch nicht einmal richtig ausgetestet", wütete der Aufsichtsrats-Boss der Silberpfeile in der Bild.

"Wir haben neue Autos gebaut, die für den Fan und für den Fahrer wieder attraktiver sind und jetzt setzt man denen ein Stahlgerüst drauf. Die Autos sind mittlerweile so sicher und das Restrisiko so klein, dass diese Entscheidung nicht gut ist für die Formel 1. Es ist eine Überreaktion was die Sicherheit betrifft", fügte Lauda hinzu.

Auch bei Red Bull kommt die überraschende Entscheidung des Motorsport-Weltverbandes FIA nicht gut an.

Nur Ferrari für Halo

"Diese Entscheidung ist gegen die DNA der Formel 1. Sie ist sicherheits-technisch außerdem nicht ausgereift. Wenn ein verletzter Fahrer geborgen werden muss oder wenn ein Auto brennt gibt es noch keine klaren Richtlinien, ob der Cockpitschutz nicht sogar nachteilig sein kann", sagte Helmut Marko der Zeitung.

Die Bild will darüber hinaus erfahren haben, dass das einzige Team, dass sich für die Einführung des "Heiligenscheins" ausgesprochen hat, Ferrari war.

Angesichts der roten Vergangenheit von FIA-Chef Jean Todt bekommt die Entscheidung dadurch eine zusätzliche Brisanz.

Am Mittwoch hatte die FIA bekannt gegeben, den Cockpitschutz Halo ab der kommenden Saison in der Königsklasse einsetzen zu wollen.

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