Sebastian Vettel bei den Testfahrten der Formel 1 2017 in Barcelona
Sebastian Vettel drehte in Barcelona die schnellste Runde © Getty Images

Barcelona - Sebastian Vettel fährt bei den Tests in Barcelona im Ferrari die bislang schnellste Rundenzeit des Jahres. McLaren und Renault haben große Probleme.

Ferrari-Star Sebastian Vettel hat am vorletzten Tag der abschließenden Testfahrten zur neuen Formel-1-Saison geglänzt.

Der 29-Jährige drehte am Vormittag auf dem Circuit de Barcelona-Catalunya in 1:19,024 Minuten die bisher schnellste Runde der Vorbereitung und verwies auch Vize-Weltmeister Lewis Hamilton im Mercedes um mehr als drei Zehntelsekunden (1:19,352) auf Platz zwei.

Sowohl Vettel als auch der Brite waren auf den Ultrasoft-Reifen, also der schnellsten Gummi-Mischung, unterwegs.

Mercedes "der Maßstab"

Am Nachmittag konzentrierte sich Vettel wie die meisten Fahrer auf Rennsimulationen. Am Ende des Tages hatte der Heppenheimer mit 156 Runden die meisten Testläufe aller Piloten absolviert, gab sich aber trotz des starken Auftritts zurückhaltend.

"Wir können und müssen uns weiter steigern. Ich sehe uns noch immer ein wenig hinten. Denn wir konnten nicht so viel fahren, wie ich es gerne gesehen hätte", sagte Vettel: Mercedes "bleibt für mich der Maßstab."

Gegner Lewis Hamilton hält jedoch wenig von Ferraris Lobeshymne. "Ich glaube, dass Ferrari blufft und sie sehr viel schneller sind, als sie es gerade zeigen. Sie sind sehr nah an uns dran. Derzeit ist es schwierig zu sagen, wer im Moment schneller ist. Aber sie sind sehr nah dran, wenn nicht sogar schneller."

Dritter wurde der Franzose Esteban Ocon im Force India (1:20,161). Die viertbeste Zeit verbuchte Daniil Kwjat im Toro Rosso, blieb am Nachmittag dann aber liegen.

McLaren und Renault mit Problemen

Erneut einen schwachen Eindruck hinterließ McLaren-Honda. Nachdem sich schon Ex-Weltmeister Fernando Alonso (Spanien) am Vortag enttäuscht von der Performance des neuen Boliden gezeigt hatte, lief es auch für seinen Kollegen Stoffel Vandoorne zunächst nicht nach Plan.

Der Belgier musste gleich zweimal abgeschleppt werden, nachdem sein Wagen plötzlich liegen geblieben war. Insgesamt hielt der McLaren gerade einmal 30 Runden durch.

Sowohl bei McLaren als auch bei Renault musste erneut der Motor gewechselt werden, wohingegen die Antriebe bei Mercedes und Ferrari optimal funktionierten. Jolyon Palmer ging bei Renault zwar wieder auf die Strecke, blieb aber erneut liegen.

Die neue WM-Saison startet mit dem Großen Preis von Australien am 26. März. Aufgrund des veränderten Aerodynamik-Reglements erhoffen sich Verfolger wie Ferrari und Red Bull, endlich zu Abonnement-Weltmeister Mercedes aufschließen zu können.

Weiterlesen