Australian F1 Grand Prix - Practice
Der McLaren ist derzeit nicht konkurrenzfähig © Getty Images

Nach dem Formel-1-Auftakt brennt beim Traditionsrennstall McLaren die Hütte. Jetzt soll es Überlegungen geben, vorzeitig aus dem Vertrag mit Honda auszusteigen.

Nach der katastrophalen Performance beim WM-Auftakt in Melbourne, ist der britische Traditionsrennstall McLaren hoch nervös.

Jetzt gibt es sogar Gerüchte, dass McLaren versuchen will, aus dem Exklusivertrag mit Honda auszusteigen, der eigentlich noch bis 2024 läuft. Laut Informationen von Motorsport-Total.com soll der Motorenwechsel unter Umständen sogar noch während der laufenden Saison über die Bühne gehen.

Auch das Sauber-Team könnte profitieren

Dementsprechend soll McLaren bereit sein, eine millionenschwere Abfindung an Honda zu bezahlen, um die Japaner zum Schweizer Sauber-Team abzuschieben und selbst als Kunde zu Mercedes zurückzukehren.

Auch das Sauber-Team könnte von seiner Rochade profitieren. Mit dem 2016'er Ferrari-Motor fahren die Schweizer eher hinterher, und Honda würde sogar noch Geld in die Partnerschaft mitbringen, heißt es in dem Bericht.

Von offizieller Seite aus wird dementiert: "Ich kann das nicht kommentieren, weil ich nichts davon weiß", so Mercedes-Boss Niki Lauda.

Und auch McLaren-Rennleiter Eric Boullier will davon nichts wissen: "Gerüchte sind Gerüchte. Ich schätze, dass unsere Leistungen, besonders bei den Wintertests, solche Gerüchte entstehen ließen. Aber sie sind nicht wahr."

Allerdings wird gemunkelt, dass Boullier den Motorentransfer organisiert und sogar schon einen konkreten Fahrplan vorliegen habe. 

Schon bei den Wintertests hat sich gezeigt, dass der McLaren mit dem Honda-Motor nicht konkurrenzfähig ist.

"Wir müssen ehrlich sein und sagen, dass wir das Schlusslicht der Formel 1 sind. Das ist die Realität, das ist der wahre Stand unserer Leistungsfähigkeit", sagte Fernando Alonso nach dem Auftakt-Rennen in Australien.

Die fehlende Motorenleistung werde sich vor allem bei den nächsten Stationen in China und Bahrain "brutal zeigen", meinte der ehemalige Ferrari-Pilot, der 2015 mit großen Ambitionen zum Traditionsrennstall McLaren zurückgekommen war.

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