Ross Brawn ist der neue Formel-1-Sportdirektor
Ross Brawn ist der neue Formel-1-Sportdirektor © Getty Images

Ross Brawn macht der Konkurrenz von Mercedes wenig Hoffnung. Trotz der Reglement-Änderung in der Formel 1 seien die Silberpfeile das Maß aller Dinge.

Der neue Formel-1-Sportdirektor Ross Brawn verbreitet trotz der umfassenden Reglement-Änderung wenig Hoffnung auf ein Ende der Mercedes-Dominanz.

"Ein so starkes Team mit diesen Ressourcen freut sich über Veränderungen", sagte Brawn beim englischen Sender Sky Sports: "Es ist naiv, zu erwarten, dass Mercedes dadurch destabilisiert wird. Wenn überhaupt, verschaffen die Änderungen ihnen einen Vorteil."

Aufgabe der neuen Formel-1-Führung sei es allerdings, mittelfristig dafür zu sorgen, dass das Feld wieder ausgeglichener werde. "Wir müssen sicherstellen, dass mehr Teams wettbewerbsfähig sind", sagte Brawn am Rande der ersten Testfahrten in Barcelona.

Rennen außer Konkurrenz

Mit Blick auf mögliche Änderungen am Format eines Rennwochenendes hat Brawn zudem eine ungewöhnliche Idee. So hält der Brite ein Rennen pro Jahr außer Konkurrenz für sinnvoll, um neue Formate zu testen.

"Das würde uns die Möglichkeit geben, neue Dinge auszuprobieren und weiterzuentwickeln", sagte der 62-Jährige: "Man sollte nicht das Risiko eingehen, im laufenden Wettbewerb einfach das Format zu ändern und es dann nicht hinzubekommen."

Nach der Ablösung von Bernie Ecclestone an der Spitze der Königsklasse haben die neuen Eigentümer Brawn mit der sportlichen Leitung der Rennserie betraut. Mit Geschäftsführer Chase Carey und Sean Bratches (Geschäftsführer kommerzielle Angelegenheiten) ist er für die Weiterentwicklung verantwortlich.

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