Bei Sebastian Vettel und Ferrari läuft es noch nicht wie gewünscht
Bei Sebastian Vettel und Ferrari läuft es noch nicht wie gewünscht © Getty Images

Beim Training in Melbourne ist der Ferrari-Pilot gegen Lewis Hamilton chancenlos. Während sich der Brite feiern lässt, bleibt dem Deutschen nur Zweckoptimismus.

Die große Vorfreude auf die neue Saison ist bei Sebastian Vettel erst einmal einer gewissen Enttäuschung gewichen.

"Mit der Balance bin ich noch nicht ganz zufrieden. Das Auto fühlt sich noch nicht so gut an", sagte der Ferrari-Pilot nach dem Training zum Großen Preis Preis von Australien in Melbourne (Rennen, So. ab 7 Uhr MESZ im LIVETICKER).

Der Rückstand von 0,547 Sekunden auf Mercedes-Superstar Lewis Hamilton war wohl doch das eine oder andere Zehntel größer als gedacht - auch weil sein Bolide, den er in dieser Woche auf den Namen "Gina" getauft hatte, nicht frei von Problemen war. In der ersten Einheit konnte der Heppenheimer wegen Arbeiten am verstellbaren Heckflügel kaum fahren.

Hamilton ist nun klarer Favorit auf die erste Pole-Position des Jahres, die im Qualifying am Samstag (ab 7 Uhr im LIVETICKER) ausgefahren wird.

Vettel: "Kleinere Probleme"

"Wir hatten ein paar kleinere Probleme heute Morgen, die uns etwas Zeit auf der Strecke gekostet haben", gab er zu. "Dadurch hat es etwas länger gedauert, in den Rhythmus zu kommen."

Noch aber will Vettel die Hoffnung auf einen gelungenen Saisonstart nicht aufgeben. "Ich glaube, wir können noch ein bisschen dran tüfteln und dann einen ziemlichen Satz nach vorne machen", blickte der viermalige Weltmeister einigermaßen zuversichtlich auf das Wochenende.

Hamilton setzt Bestzeit

Sein großer Rivale Hamilton hat jedoch ungleich mehr Grund zum Optimismus. Denn er hat es geschafft, den Hoffnungen der Konkurrenz auf eine bröckelnde Mercedes-Herrschaft einen ordentlichen Dämpfer zu verpassen.

Der Brite dominierte die ersten beiden Trainingseinheiten im Albert Park und unterstrich damit die starke Position der Silberpfeile - auch unter dem neuen Reglement. In 1:23,620 Minuten setzte er die souveräne Tagesbestzeit.

Ein Prozent fehlt zur Perfektion

"Es war zu 99 Prozent perfekt heute", sagte Hamilton. "Nach schwierigen Testfahrten ist das Auto jetzt da, wo es sein sollte. Aber wir werden erst morgen sehen, wo wir wirklich stehen."

Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff reichte einstweilen der erste Eindruck, um seinen Starpiloten überschwänglich zu loben. "Lewis fährt zurzeit in seiner eigenen Liga. Seine Runde war wirklich gut und auch seine Longruns waren beeindruckend", sagte er bei Sky Sports

Hamiltons Teamkollege Valtteri Bottas erlebte indes einen kleinen Dämpfer. Der Finne, der bei den Silberpfeilen das Rosberg-Cockpit übernommen hatte, war als Dritter auf seiner schnellsten Runde 0,556 Sekunden langsamer als Hamilton.

Red Bull enttäuscht

Die hochgewetteten Daniel Ricciardo und Max Verstappen kamen im Red Bull nicht über die Plätze fünf (+1,030) beziehungsweise sechs (+1,393) hinaus. Vor das Duo schob sich noch Vettels Teamkollege Kimi Räikkönen als Dritter (+0,905).

Nico Hülkenberg belegte in seinem ersten Training für Renault den ordentlichen neunten Platz (+1,858), Sauber-Debütant Pascal Wehrlein kam mit 3,299 Sekunden Rückstand auf Hamilton auf Rang 18 unter 20 Startern.

Das Training vorzeitig beenden mussten Jolyon Palmer im Renault und Wehrleins Teamkollege Marcus Ericsson nach Abflügen sowie Williams Pilot Felipe Massa (Brasilien) wegen eines technischen Problems.

Weiterlesen