Lewis Hamilton und Sebastian Vettel gehen als Favoriten in die Saison © SPORT1-Grafik Philipp Heinemann / Getty Images

München - Am Wochenende beginnt mit dem Australien-GP die Formel-1-Saison 2017 - mit neuen Regeln, Fahrern und Eigentümern. SPORT1 gibt einen Überblick.

Mit dem Grand Prix von Australien startet die Formel 1 nicht nur in eine neue Saison, sondern in eine neue Zeitrechnung.

Seit der Einführung der Hybrid-Motoren im Jahr 2014 hat die Königsklasse des Motorsports keine so einschneidenden technischen Veränderungen mehr erlebt wie vor dieser Saison. Das sind aber längst nicht alle Neuigkeiten, mit der die Formel 1 2017 aufwartet. 

SPORT1 gibt vor Beginn des Rennwochenendes in Melbourne (Training Fr., ab 2 Uhr im LIVETICKER) einen Überblick über alles Wissenswerte.

Das neue Reglement

Die Formel 1 will optisch attraktiver werden und damit nicht nur die Fahrer, sondern auch die Fans wieder für die Königsklasse begeistern.

Und tatsächlich sehen die neuen Autos aggressiver und spektakulärer aus. Nicht nur das Chassis wird um 20 Zentimeter breiter, auch Front- und Heckflügel legen zu.

Am meisten beeindrucken aber die markant breiteren Reifen. An der Hinterachse sind die Pneus jetzt über 40 Zentimeter dick, an der Vorderachse immerhin noch gut 30 Zentimeter. Das sorgt für wesentlich mehr Grip und - mit der veränderten Aerodynamik für deutlich bessere Rundenzeiten.

Die neuen Fahrer 

Max Verstappen ist nicht mehr der jüngste Pilot in der Formel 1. Der Draufgänger aus den Niederlanden, der in der vergangenen Saison in Spanien sensationell schon seinen Grand-Prix-Sieg feierte, wird abgelöst von Lance Stroll.

Der Kanadier ist erst 18 Jahre alt, Formel-3-Europameister und der Sohn von Milliardär Lawrence Stroll. Die ersten Testfahrten in Barcelona zeigten allerdings, dass der Williams-Pilot in der Formel 1 noch viel lernen muss. Keiner landete so oft neben der Strecke wie er.

Ihre ersten kompletten Saisons in der Königsklasse bestreiten der Franzose Esteban Ocon (Force India) und der Belgier Stoffel Vandoorne (McLaren). Mit Nico Hülkenberg (von Force India zu Renault) und Pascal Wehrlein (von Manor zu Sauber) wechselten zwei deutsche Fahrer die Rennställe.

Die neuen Eigentümer

Ein Grand Prix ohne die graue Eminenz Bernie Ecclestone? Für viele ist diese Vorstellung wohl die markanteste Veränderung im Vergleich zur Vergangenheit. Nach 45 Jahren musste der große Zampano seinen Stuhl für einen neuen Vermarkter räumen.

Unter den neuen Eigentümern von Liberty Media wird sich einiges ändern - vor allem was die Außendarstellung betrifft. Das amerikanische Unterhaltungs-Unternehmen lockerte bereits die zuvor so restriktiven Regeln für Videos aus dem Fahrerlager. Die Teams dürfen nun deutlich mehr selbst veröffentlichen und helfen damit, den Sport auch den jungen Nutzern via Social Media zu öffnen.

Insgesamt klingen die Ansprüche von Liberty vielversprechend: Vermarktung und Ablauf der Formel-1-Rennen sollen sich viel stärker nach den Fans richten, Klassiker wie der deutsche Grand Prix sollen gerettet, die Gelder fairer verteilt werden. Mal sehen, was sich angesichts langfristig gültiger Verträge in Kürze tatsächlich umsetzen lässt. 

Die Favoriten

Mercedes hat auch in dieser Saison wieder den stärksten Motor und ist das Team, das es zu schlagen gilt. Ausnahmekönner Lewis Hamilton will seinen WM-Titel zurück - und sein neuer Kollege Valtteri Bottas hat durchaus das Zeug, zur echten Überraschung zu werden.

Zudem dürften die Dominatoren der vergangenen Jahre auch unter dem neuen Reglement nicht verlernt haben, wie man ein hervorragendes Auto baut. Doch vor allem Ferrari mit Sebastian Vettel gilt derzeit als stärkster Herausforderer. Die Scuderia war bei den Wintertests am schnellsten unterwegs und hatte so gut wie keine Probleme mit der Zuverlässigkeit.

Red Bull Racing mit Max Verstappen und Daniel Ricciardo hatte dagegen noch Schwierigkeiten mit dem Renault-Motor. 

Die Strecken 

Einmal um die Welt - aber nicht nach Deutschland. 20 Rennen umfasst der Kalender in dieser Saison, eines der Motorsport-Kernländer fehlt dabei wie schon 2015. Der Hockenheimring hat nur noch für 2018 einen Vertrag, in diesem Jahr klafft die Lücke, weil der Nürburgring das wirtschaftliche Risiko eines Großen Preises längst nicht mehr tragen kann und will.

Neben mittlerweile wohlbekannten Exoten wie China, Bahrain und Baku warten dennoch viele Traditionskurse wie Monaco, Silverstone, Spa und Monza auf die Königsklasse.

Die Formel 1 in den Medien  

Bei SPORT1 verpassen die User auch in der kommenden Saison kein Überholmanöver. An jedem Rennwochenende - vom ersten Freien Training bis zur Zieldurchfahrt im Rennen - begleitet SPORT1.de das Geschehen im LIVETICKER. Komplettiert wird das Programm mit News, Diashows, Kolumnen und Votings.

Im TV werden die Rennen auch weiterhin von RTL und Sky Live übertragen.

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