F1 Grand Prix of Abu Dhabi
Nico Rosberg sicherte sich in der vergangenen Saison den WM-Titel in der Formel 1 © Getty Images

Die neuen Bosse wollen die Formel 1 einer radikalen Kur unterziehen. Die Rennen sollen zu Event-Wochen ausgebaut werden, die Vermarktung komplett überholt werden.

Die weltweit größte und prestigeträchtigste Motorsport-Serie der Welt ist die Formel 1 schon - nun aber soll alles noch größer, spektakulärer und rentabler werden.

Der neue Formel-1-Eigner John Malone will die Rennserie laut einem Bericht der Financial Times einer Verjüngungskur unterziehen und sie dadurch vor allem auch profitabler machen.

Event-Wochen rund um die Rennen

Laut einem hochrangigen Mitarbeiter des Liberty-Media-Eigentümers soll aus jedem einzelnen Grand Prix eine komplette Event-Woche werden, um mehr Publikum an die Strecken zu locken.

Insbesondere den US-Markt will Malone offenbar noch stärker ansprechen - und plant dafür angeblich unter anderem ein neues Event in Los Angeles, Miami, New York oder Las Vegas.

Nach den Vorstellungen der neuen Macher soll das Saisonfinale der Formel 1 sich in Sachen Vermarktung und Aufmerksamkeit zukünftig nicht mehr hinter dem Super Bowl verstecken müssen.

Das Endspiel der NFL ist alljährlich das am teuersten vermarktete Einzelsportereignis der Welt.

Kritik an Vermarktung der Formel 1

Um zukünftig in einer ähnlichen Liga spielen zu können, soll dem Bericht zufolge unter dem von Malone eingesetzten neuen Formel-1-Chef Chase Carey das komplette Marketing generalüberholt werden.

"Es gibt kein Marketing, keine Forschung, keine Daten, keine digitalen Plattformen", soll die Quelle der Financial Times kritisiert haben. Die Formel 1 besitze weltweit einzigartiges Potenzial, habe aber "nicht genug getan, um daraus Kapital zu schlagen".

Vor allem Themen wie die Rivalität zwischen den Rennställen und die Technologie-Führerschaft der Formel 1 sollen daher künftig öffentlichkeitswirksam präsentiert werden.

Weiterlesen